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Zollfahnder finden Waffen und Sprengstoff

Datum: 21.12.2015

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe
und des Zollfahndungsamts Stuttgart

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Zollfahndungsamts Stuttgart

Zollfahnder finden Waffen und Sprengstoff

Mehrere verbotene Waffen, eine Maschinenpistole, 150 Kilogramm Sprengmittel und 3000 Schuss Munition fanden Freiburger Zollfahnder Anfang Dezember im Haus eines 48-Jährigen im Kreis Karlsruhe. 

Der Mann hatte sich in mindestens zwei Fällen verbotene Laserzielvorrichtungen aus dem Ausland schicken lassen. Zöllner des Zollamts Bruchsal hatten diese jedoch entdeckt und die Ermittler des Zollfahndungsamts Stuttgart eingeschaltet.

Es stellte sich heraus, dass der Beschuldigte zwar eine Waffenbesitzkarte beantragt hatte, diese jedoch noch nicht erteilt worden war. Das Amtsgerichts Karlsruhe ordnete die Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume des Mannes an. Was die Zollfahnder dann frei zugänglich in Keller und Schlafzimmer des Wohnhauses – in dem auch zwei Jugendliche leben – fanden, war nicht alltäglich: eine Maschinenpistole, ein Gewehr, eine Leuchtpistole, drei weitere Laserzielgeräte, 3000 Schuss Munition sowie fünf Kilometer Zünd- und Sprengschnur. Der brisanteste Fund jedoch verbarg sich in einem Schrank im Keller – 150 Kilogramm Pyrotechnik der gefährlichsten Kategorie, zum Teil überlagert und daher zunehmend chemisch  instabil. „Das hätte jederzeit hochgehen können. Dann wäre das gesamte Haus weg gewesen“, so einer der Zollfahnder vor Ort. Die Ermittler zogen Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg hinzu. 

Der Beschuldigte muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verantworten. Die Aussicht auf eine Waffenbesitzkarte dürfte er verspielt haben.

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