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Versuchtes Tötungsdelikt in der Karlsruher Innenstadt: 23 Jahre alter Tunesier schwer verletzt – drei Tatverdächtige werden dem Haftrichter vorgeführt

Datum: 23.09.2013

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

23.09.2013

Versuchtes Tötungsdelikt in der Karlsruher Innenstadt: 23 Jahre alter Tunesier schwer verletzt – drei Tatverdächtige werden dem Haftrichter vorgeführt

Karlsruhe.
Unter dem dringenden Verdacht, in der Karlsruher Innenstadt einen 23 Jahre alten Tunesier gemeinschaftlich niedergeschlagen und unter Einsatz eines Messers wie auch einer Krücke schwer verletzt zu haben, konnte die Polizei am frühen Sonntagmorgen zwei 24 und 30 Jahre alte Algerier sowie einen aus Syrien oder Algerien stammenden 16-Jährigen festnehmen.

Zeugen hatten gegen 06.25 Uhr zunächst beobachtet, wie das Trio im Hirschhof auf den Geschädigten einschlug. Nachdem es dem 23-Jährigen gelang, sich zu befreien und auf die Hirschstraße zu flüchten, setzten ihm die Peiniger nach. An der Ecke Kaiserstraße holten die Drei den jungen Mann ein, brachten ihn wiederum zu Boden und malträtierten ihn von neuem.

Zwar ließ das Trio kurz darauf von ihm ab und verließ den Ort des Geschehens. Dank der raschen Alarmierung durch die Zeugen konnte eine in der Nähe befindliche Streifenwagenbesatzung des Fachdienstes Notruf die Verdächtigen aber rasch festnehmen. Dabei wurden sowohl die zur Tat benutzte zerbrochene Krücke als auch bei dem 16-Jährigen ein blutverschmiertes Taschenmesser sichergestellt.

Der durch Schnitte, Platzwunden und weitere Blessuren an Kopf, Hals und Händen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzte Tunesier wurde vom Notarzt erstversorgt und anschließend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Aufhellung der Hintergründe der Tat gestaltet sich aufgrund des Zustandes des Geschädigten wie auch wegen der Sprachbarriere als überaus schwierig. Fest steht aber, dass sich Täter und Opfer bereits vor dem Geschehen kannten. Ob dem 23-Jährigen – wie von diesem angegeben - tatsächlich ein Handy wie auch 320 Euro geraubt wurden, ist gleichfalls Gegenstand der Recherchen.

Während die Ermittlungen unvermindert andauern, stellt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den 16-jährigen mutmaßlichen Messerstecher wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes sowie wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen die beiden anderen Beschuldigten Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Ihre Vorführung vor dem zuständigen Richter ist für Montagnachmittag vorgesehen.

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