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Nach versuchtem Tötungsdelikt in der Karlsruher Innenstadt: Tatverdächtiger in Rheinland-Pfalz aufgespürt und festgenommen - 22-Jähriger in Untersuchungshaft

Datum: 16.09.2013

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

16.09.2013

Nach versuchtem Tötungsdelikt in der Karlsruher Innenstadt: Tatverdächtiger in Rheinland-Pfalz aufgespürt und festgenommen - 22-Jähriger in Untersuchungshaft

Jockgrim, Kreis Germersheim / Karlsruhe
. Fast drei Monate nach einer folgenschweren Auseinandersetzung im Karlsruher Hirschhof, bei der zwei 32 und 35 Jahre alte Männer zum Teil schwerste Verletzungen erlitten, sind Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruher bei ihren Ermittlungen einen entscheidenden Schritt vorangekommen.

Nachdem ein 22 Jahre alter Mann in dringenden Tatverdacht geraten war, konnte er am Wochenende von der Zielfahndung des baden-württembergischen Landeskriminalamtes im pfälzischen Jockgrim aufgespürt werden. Hier konnten die Karlsruher Beamten den Verdächtigen schließlich am späten Sonntagabend mit tatkräftiger Unterstützung des Sondereinsatzkommandos Rheinland-Pfalz widerstandslos festnehmen.

Der wegen dringenden Verdachts der Mittäterschaft bei einem versuchten Tötungsdelikt von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkte Haftbefehl wurde dem 22-Jährigen durch den zuständigen Richter eröffnet. Inzwischen wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
 
Nach einem ebenfalls mit Haftbefehl gesuchten Täter wird weiterhin mit Hochdruck gefahndet. Wie seinerzeit berichtet, war es in der Nacht zum 22. Juni in einem Lokal im Karlsruher Hirschhof unter mehreren Besuchern zu einem zunächst verbalen Streit gekommen, an dem auch ein 32 Jahre alter Mann beteiligt war. Als dessen als Türsteher des Lokals beschäftigter 35 Jahre Bruder schlichtend eingreifen wollte, entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung.

In der Folge wurde das Brüderpaar massiv angegriffen. Der jetzt Festgenommene und sein Mittäter zogen ein Messer und fügten dem Türsteher eine klaffende Schnittverletzung am Hals sowie diverse Platzwunden am Hinterkopf zu. Sein Bruder erlitt eine Schnittwunde am Rücken sowie schwere Augenverletzungen, die den Verlust der Sehkraft befürchten ließen. Wegen dieser Verletzung ist der 32-Jährige bis heute in Behandlung.

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, hatten die Täter bereits die Flucht ergriffen. In der Folge gestaltete sich die Klärung des Sachverhaltes für die Beamten überaus schwierig. So herrschte bei einer Vielzahl der Anwesenden derart hohe Aggression, dass zur Verhinderung neuer massiver Auseinandersetzungen Platzverweise ausgesprochen werden mussten. Auch erlitt beim Einschreiten von am Ende 20 eingesetzten Beamten ein Anwesender eine Brustverletzung, als er von einem Diensthund gebissen wurde.

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