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Mädchengruppe misshandelt und beraubt 15-Jährige

Datum: 27.03.2014

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Karlsruhe, 27.03.2014

Karlsruhe – Mädchengruppe misshandelt und beraubt 15-Jährige

Eine bereits Mitte Februar verübte Misshandlung einer 15-Jährigen durch eine Gruppe von sechs Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren konnten die Ermittlungsbehörden klären.

Nach den Feststellungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe hatte sich am 18. Februar nachmittags zunächst ein Disput zwischen der geschädigten 15-Jährigen mit zwei bekannten Schülerinnen im Alter von 15 und 17 Jahren ergeben. Beide warfen dem Mädchen vor, angeblich ein T-Shirt gestohlen zu haben. Nach verbalen Drohungen unter Einsatz eines Messers diktierte das Duo die verängstigte 15-jährige zum Aktivspielplatz hinter der Günther-Klotz-Anlage, hielten sie fest und raubten deren Handy. Anschließend stießen sie ihr Opfer in den angrenzenden See und filmten das Geschehen mit dem Handy. Erst nach über vier Stunden ließen die Angreiferinnen von der völlig durchnässten Jugendlichen mit weiteren Forderungen, die am Folgetag zu erbringen seien, ab.

Am nächsten Abend sah sich die gepeinigte Jugendliche beim absprachegemäßen Treffen insgesamt sechs Mädchen gegenüber. Erneut wurde sie mit einem Messer bedroht, übelsten Beleidigungen ausgesetzt und durch Schläge und Tritte malträtiert. Zudem ließ sich die 15 Jahre alte Haupttatverdächtige die Füße küssen, bevor das Opfer erneut in die Alb gestoßen wurde. Nachdem sich die Schülerin wieder ans Ufer gerettet hatte, drückten drei der jungen Personen insgesamt fünf Zigaretten auf deren Körper aus. Hierdurch erlitt sie erhebliche Verbrennungen am Kopf, Oberkörper wie auch an den Händen. Unterdessen warfen Sie den Schmuck und einige Kleidungsstücke in den Bach. Zuletzt drohte die Gruppe der völlig durchnässten und eingeschüchterten Geschädigten mit dem Tode, falls sie die Polizei einschalte.

Das schwer gepeinigte Kind vertraute sich danach den Eltern an, die umgehend Anzeige erstatteten. Wie sich bei den Ermittlungen der eingeschalteten Kriminalpolizei weiter herausgestellt hat, wollte die Tätergruppe ein weiteres Mädchen einer ähnlichen Behandlung unterziehen, mit dem man offenbar gleichfalls „Meinungsverschiedenheiten" hatte. Allerdings ließ sich die betroffene Jugendliche zu ihrem großen Glück nicht auf ein gefordertes Treffen ein.

Alle Beschuldigten haben ihre Beteiligung an den Taten weitestgehend eingeräumt. Eine 15-jährige Hauptverdächtige befand sich zwischenzeitlich - nach der Vorführung beim zuständigen Haftrichter - bis Mitte März wegen Verdunkelungsgefahr in Haft. Das Sextett wird sich nun u.a. wegen Raub und gefährlicher Körperverletzung vor dem Jugendschöffengericht zu verantworten haben.

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