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International agierende Autoschieberbande zerschlagen

Datum: 09.06.2015

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

09.06.2015

Karlsruhe/Rom - International agierende Autoschieberbande zerschlagen

Mit der Festnahme von vier Tatverdächtigen vergangenen Freitag in Rom konnten die Ermittlungsbehörden eine international agierende Autoschieberbande zerschlagen. Nach den gut ein Jahr andauernden Ermittlungen gelang es damit Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe in enger Zusammenarbeit mit der „Polizia Stradale" sowie der Staatsanwaltschaft in Rom, den mutmaßlichen Kopf der Bande, bei dem es sich um einen 50-Jährigen aus Ettlingen handelt, dingfest zu machen. Der Mann war sowohl den italienischen als auch den deutschen Ermittlungsbehörden bereits seit längerem aufgrund seiner internationalen kriminellen Aktivitäten bekannt. Nach Anträgen der Staatsanwaltschaft Rom befinden sich darüber hinaus dessen 52 Jahre alte italienische Lebensgefährtin, der 27-jährige gemeinsame Sohn und ein 53-jähriger mutmaßlicher Mittäter aus Rom in Untersuchungshaft.

Im Zuge der Ermittlungen gelang es bisher, insgesamt 19 Luxusfahrzeuge sowie zwei Motorjachten im Gesamtwert von über 800.000 Euro sicherzustellen. Die beiden Boote im Wert von 75.000 Euro und 45.000 Euro waren bereits im April 2014 von einem Ettlinger Firmengelände gestohlen worden. Wenige Tage später konnten auf einem Grundstück in Straubenhardt zwei BMW X6 und zwei Range Rover sichergestellt werden, die gleichfalls im April 2014 von einem Parkplatz des in der Nähe von Baden-Baden gelegenen Baden-Airparks entwendet worden waren. Nach den Erkenntnissen der italienischen Strafverfolgungsbehörden, die ebenfalls zahlreiche gestohlene Fahrzeuge sicherstellen konnten, hatte an einigen dieser Fahrzeuge ein italienischer Werkstattbetreiber professionell die Fahrgestellnummern entfernt. So konnte die Organisation die hochwertigen Autos mit anderen Fahrzeugdokumenten versehen und die Herkunft verschleiern.

Nicht zuletzt ist dieser Ermittlungserfolg einer sehr guten Zusammenarbeit der beteiligten Polizeieinheiten und Staatsanwaltschaften zu verdanken, die trotz Sprachbarrieren und unterschiedlichen Rechtssystemen in engem Kontakt standen. Organisatorisch begleitet wurde die Ermittlungskooperation durch „Eurojust" mit Sitz in Den Haag, wo sich die Ermittler beider Länder zu Jahresbeginn zusammengefunden hatten, um gemeinsam die weiteren Arbeitsmethoden und Strategien abzustimmen.

Im Zusammenhang mit dem Schmuggel von gestohlenen Fahrzeugen ist stets eine gute Zusammenarbeit von europäischen Sicherheitsbehörden über die Landesgrenzen hinweg notwendig. Die Organisation Eurojust trägt hierzu ihren Beitrag und ist im Rahmen von internationalen Kooperationen inzwischen unerlässlich.



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