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Nach Erpressungsversuch in Rüppurr: Ermittlungsbehörden bitten um Hinweise auf etwa 50 Jahre alten Täter

Datum: 25.10.2013

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Nach Erpressungsversuch in Rüppurr: Ermittlungsbehörden bitten um Hinweise auf etwa 50 Jahre alten Täter

Ein etwa 50 Jahre alter bewaffneter Täter hat am Donnerstagmorgen im Karlsruher Stadtteil Rüppurr versucht, über die Ehefrau eines Bankbeschäftigten 200.000 Euro zu erpressen. Nach einigen Minuten ließ der Mann aber von seinem Vorhaben ab und flüchtete in unbekannte Richtung. Bei der Aufklärung der Tat bitten die Ermittlungsbehörden auch um Mithilfe der Bevölkerung.

Wie Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe aus Ermittlungsgründen erst am Freitag mitteilten, hatte der mit einem Schal maskierte und mit einer Pistole bewaffnete Unbekannte am Donnerstag gegen 09.15 Uhr durch die offen stehende Haustür das Anwesen der zu diesem Zeitpunkt allein daheim befindlichen Ehefrau betreten. Dabei machte sich der Mann den Umstand zunutze, dass diese gerade das Haus verlassen wollte, wegen eines Telefonanrufes aber kurzfristig in die Wohnräume zurückgekehrt war.

Im Haus bedrohte der Täter die Frau mit der Waffe, sprach sie beim Namen an und forderte, dass ihr bei einer Bank beschäftigter Ehemann sofort 200.000 Euro herbeischaffen müsse.

Er gab vor, an einer todbringenden Krankheit zu leiden und das erpresste Geld für eine dringend notwendige Operation zu benötigen. Im Verlauf des sich entwickelnden Gespräches gelang es der Fraun, den sichtlich nervösen und wohl tatsächlich kranken Mann von der Erfolglosigkeit seiner Tat zu überzeugen, so dass dieser sich letztlich von ihr abwandte und das Haus verließ. Wenige Minuten später meldete er sich noch einmal telefonisch bei der Überfallenen und bat für sein Handeln um Entschuldigung.

Die von der alarmierten Polizei umgehend eingeleiteten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen führten trotz aller Intensität bislang nicht zur Festnahme des Täters.

Hinweise auf den Mann erhoffen sich die Behörden einerseits durch die Veröffentlichung seiner Beschreibung wie auch eines aktuell angefertigten Phantombildes. Der Täter ist etwa 50 Jahre alt, circa 185 cm groß, hager und sprach Deutsch mit süddeutschem Einschlag. Er hat dunkle Augen sowie ebenfalls dunkles, fast schwarzes feines Haar mit einem auffälligen pilzkopfartigen Haarschnitt.

 Phantombild des Täters

Bekleidet war er mit einem wadenlangen zugeknöpften Trenchcoat in uni blaugrau sowie schwarzen Schuhen mit weißer Ziernaht. Die von ihm benutzte Pistole war grau, außerdem führte er eine schwarze Collegeaktentasche mit sich.

Möglicherweise führen auch von dem Täter getroffene Äußerungen zu dessen Identifizierung. So sprach der Mann davon, verheiratet zu sein und dass seine Frau von seiner Erpressungstat nichts wisse. Seine notwendige Behandlung durch einen Spezialisten sei aufgrund langer OP-Wartelisten in Deutschland kurzfristig nur als Privatpatient und nach Zahlung von 150.000 Euro in Mailand möglich. Den Rest des Geldes würde er als Taschengeld benötigen.

Wer den Beschriebenen kennt oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird unter Telefon (0721) 939-5555 um seine Meldung beim rund um die Uhr erreichbaren Kriminaldauerdienst der Karlsruher Kriminalpolizei gebeten.

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