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Verdächtige wegen eines in Kraichtal betriebenen Drogenlabors festgenommen

Datum: 30.07.2013

Kurzbeschreibung: 

Stuttgart, den 30.07.2013

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der GER Stuttgart:

Verdächtige wegen eines in Kraichtal betriebenen Drogenlabors festgenommen

Größte in Baden-Württemberg bekannt gewordene Amphetaminproduktion seit 20 Jahren

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Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamtes Stuttgart und des Landeskriminalamtes Baden Württemberg (GER Stuttgart) führt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe seit Januar 2012 ein Ermittlungsverfahren wegen illegaler Herstellung von Betäubungsmitteln. Die Ermittlungen richteten sich gegen die mutmaßlichen Betreiber eines Drogenlabors, in dem im großen Stile Amphetamine hergestellt wurden.
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Anfang Mai konnte nach umfangreichen Ermittlungen eine 26-jährige Tatverdächtige in der Nähe von Freiburg festgenommen werden. Bei der Festnahme stellten die Ermittler ein Kilogramm Marihuana sicher, das die Frau in Hundefutter versteckt hatte. Zeitgleich konnte die spanische Polizei in Granada ihren 33 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen dingfest machen. Die beiden Deutschen stehen im Verdacht, Anfang 2012 ein Drogenlabor in Kraichtal-Unteröwisheim betrieben zu haben.

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Erste Hinweise auf den Betrieb eines Amphetaminlabors im Landkreis Karlsruhe lagen der GER Stuttgart bereits im Jahr 2011 vor. Im Januar 2012 entdeckten dann Beamte des Polizeireviers Bad Schönborn in Kraichtal-Unteröwisheim in anderem Zusammenhang in einem Kellerraum Reste eines Drogenlabors. Die Beamten zogen daraufhin die Spezialisten der GER Stuttgart für die Bekämpfung synthetischer Drogen hinzu.

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In den Laborresten wurden umfangreiche Syntheserückstände und Chemikalien sichergestellt. Nach den weiteren Ermittlungen haben die Beschuldigten die Chemikalien für die Produktion hauptsächlich über Strohleute, die Gründung einer Scheinfirma sowie E-Mail-Accounts mit fingierten Personalien über das Internet beschafft und in dem Rauschgiftlabor etwa 15 Kilogramm Amphetamin hergestellt.

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Da sich die Tatverdächtigen inzwischen nach Spanien abgesetzt hatten und Hinweise vorlagen, dass sie ihr illegales Treiben von dort aus fortsetzen, haben auch die spanischen Behörden Ermittlungen aufgenommen.
Bei der Festnahme des 33-Jährigen in Granada entdeckte die spanische Polizei eine Cannabis-Indoor-Plantage mit über 250 Pflanzen.

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Den Rauschgiftfahndern liegen weitere Informationen vor, wonach die Verdächtigen im Sommer 2012 von Spanien aus über 20 Kilogramm Amphetamin und 20 Kilogramm Marihuana illegal nach Deutschland geschmuggelt und auf den europäischen Markt gebracht haben.

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Beide Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Deutschland in Untersuchungshaft. Bei der in Kraichtal-Unteröwisheim nach den derzeitigen Erkenntnissen hergestellten Menge an Amphetamin handelt es sich um die größte in den letzten 20 Jahren in Baden-Württemberg bekannt gewordene Produktion der illegalen Droge.

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Presseauskünfte über die Maßnahmen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift erteilt

Kriminaloberrätin Hüser
Tel. 0711/5401-3900

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