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Fast zweieinhalb Jahre nach brutalem Überfall auf schlafende Frau in Bruchsal-Obergrombach: Täter in Bosinien-Herzegowina zu Haftstrafe verurteilt

Datum: 19.03.2013

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Karlsruhe, 19. März 2013


Fast zweieinhalb Jahre nach brutalem Überfall auf schlafende Frau in Bruchsal-Obergrombach: Täter in Bosinien-Herzegowina zu Haftstrafe verurteilt

Fast zweieinhalb Jahre nachdem er eine damals 57 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung in Obergrombach brutal überfallen und schwer verletzt hatte, ist jetzt ein 30 Jahre alter Bosnier von einem Gericht in Bosnien-Herzegowina zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

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Der Mann hat die Tat inzwischen zwar gestanden. Warum er die Frau, zu der keinerlei Vorbeziehung bestand, als Opfer auswählte, ist aber nach wie vor ebenso unklar wie sein Tatmotiv. Wie damals berichtet, war der zunächst unbekannte Täter am späten Abend des 30.09.2010 über die Terrassentür in die Obergrombacher Wohnung eingedrungen und hatte der schlafenden Frau mit massiven Schlägen schwere Kopfverletzungen zugefügt. Der später nach Hause kommende Ehemann fand seine Ehefrau blutüberströmt in der Wohnung vor und verständigte sofort die Polizei.

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Im Krankenhaus stellten die behandelnden Ärzte dann bei dem Opfer mehrere Gesichtknochenbrüche, Platzwunden und Hämatome fest. Da die 57-Jährige, die bis heute unter den Folgen des Überfalles leidet, aufgrund der Schwere der Verletzungen keine Erinnerung an das Tatgeschehen hat, gestalteten sich die Recherchen der eigens bei der Kriminalaußenstelle Bruchsal eingerichteten Ermittlungsgruppe Grombach unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Edgar Benz überaus schwierig.

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Dennoch ergab sich bald ein erster Verdacht gegen den heute 30-jährigen Bosnier, der sich zur Tatzeit in dem Bruchsaler Stadtteil als Arbeiter einer ausländischen Firma aufgehalten hatte. Als den Beamten dann auch noch ein DNA-Beweis gelang, war der Fall zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geklärt. Doch hatte sich der Täter bereits kurz nach dem Geschehen abgesetzt, so dass die Behörden mit Hilfe eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkten Haftbefehles eine europaweite Fahndung nach ihm einleiteten.

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Von den Bruchsaler Beamten gewonnene Hinweise, wonach sich der Mann in seiner Heimat aufhalten könnte, wurden in der Folge durch die Ermittlungen der Zielfahnder des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg bestätigt. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und auf Betreiben der örtlich zuständigen Staatsanwaltschaft im bosnisch-herzegowinischen Tuzla wurde der Verdächtige schließlich im August 2012 durch örtliche Polizeikräfte dingfest gemacht und kam in der Folge in Untersuchungshaft. Erst in der Hauptverhandlung legte er aufgrund der erdrückenden Beweislage letztlich ein Geständnis ab.

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