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Unfallflucht mit Festnahme eines 21-Jährigen offenbar geklärt - Richter erlässt Haftbefehl wegen versuchten Totschlages

Datum: 31.01.2013

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Unfallflucht mit Festnahme eines 21-Jährigen offenbar geklärt – Richter erlässt Haftbefehl wegen versuchten Totschlages

Karlsruhe. Der zuständige Richter des Amtsgerichts Karlsruhe hat am Mittwochnachmittag dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen und gegen einen 21 Jahre alten Mann aus Ettlingen Haftbefehl wegen versuchten Totschlages erlassen.

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Der inzwischen in eine Justizvollzugsanstalt eingelieferte junge Mann steht im dringenden Verdacht, in den frühen Morgenstunden des 12. Januar 2013, einem Samstag, am Karlsruher Mendelssohnplatz mit dem Pkw eines gleichaltrigen Bekannten auf eine Gruppe von drei Fußgängern absichtlich zugefahren zu sein. Wie berichtet, war hierbei ein 22 Jahre alter Mann von dem Fahrzeug erfasst und derart verletzt worden, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste .

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Hiervon unbeeindruckt gab der Lenker des Unfallwagens Gas und fuhr mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Westen davon. Um von einem ihm zunächst folgenden Zeugen nicht erkannt zu werden, schaltete der Fahrer unterwegs das Licht aus und verminderte an den in der Kriegsstraße installierten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen jeweils das Tempo.

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Richtigerweise gab der Zeuge aus Sicherheitsgründen die Verfolgung schließlich auf, doch konnte er der Polizei das Kennzeichen des Fluchtwagens mitteilen. Im Rahmen der zunächst von der Unfallfluchtermittlungsgruppe geführten Recherchen kam zutage, dass mit dem Pkw wenig später an der Sophien- und Gabelsbergerstraße ein weiterer Unfall verursacht und das beschädigte Auto schließlich in der Eisenlohrstraße abgestellt worden war.

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Während der verletzte Fußgänger großes Glück hatte und das Krankenhaus am Tag nach seiner Einlieferung wieder verlassen konnte, gestalteten sich die Ermittlungen nach dem Verursacher überaus schwierig und aufwendig. So gab der erst nach Tagen erreichte 21 Jahre alte Fahrzeughalter gegenüber den Polizeibeamten an, der Wagen sei ihm bereits vor dem Geschehen am Mendelssohnplatz gestohlen worden.

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Die aufgrund des augenscheinlich vorsätzlichen Tatgeschehens mit den weiteren Ermittlungen betraute Kriminalpolizei konnte diese Version aber letztlich entkräften und den Kreis der Ermittlungen immer enger ziehen. So gelang es der eigens eingerichteten vierköpfigen Ermittlungsgruppe unter Federführung des Dezernates für Kapitalverbrechen, mit Hilfe von Überwachungsbildern nachzuweisen, dass der Fahrzeughalter noch unmittelbar vor der Tat auf dem Beifahrersitz seines angeblich gestohlenen Wagens saß.

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Weitere Ermittlungen führten schließlich auf die Spur des mit dem Halter befreundeten 21-jährigen Ettlingers. Nachdem die Beamten am Mittwochmorgen bei dem Verdächtigen einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss vollzogen und dabei auf Beweismaterial gestoßen waren, räumte der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis befindliche junge Mann schließlich ein, das Tatfahrzeug zur infrage kommenden unter Alkholeinwirkung gelenkt zu haben.

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Weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen dauern derzeit noch an. So wird sich auch der 21 Jahre alte Fahrzeughalter unter anderem wegen Zulassens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis und unterlassener Hilfeleistung verantworten müssen.

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