Service-Navigation

Suchfunktion

Brutaler Raubüberfall auf 80 Jahre alte Rentnerin aufgeklärt

Datum: 29.09.2005

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe


Donnerstag, 29. September 2005

Brutaler Raubüberfall auf 80 Jahre alte Rentnerin aufgeklärt

50-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft


Karlsruhe/Iffezheim. Einen Monat nach dem brutalen Raubüberfall auf eine 80 Jahre alte Frau in der Karlsruher Heidenstückersiedlung ist es der Kriminalpolizei gelungen, die Tat aufzuklären. Ein 50-jähriger Mann aus Iffezheim ist nach den Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden dringend verdächtig, den Überfall, bei dem das Opfer erheblich verletzt worden war, begangen zu haben.

zum Seitenanfang

Wie berichtet, hatte der Täter am 25. August zur Mittagszeit in der Hochkopfstraße an der Reihenhaustür der allein wohnenden Rentnerin geklingelt. Unmittelbar nachdem die Geschädigte geöffnet hatte, stieß sie der Täter grob in den Hausflur zurück und äußerte: „Jetzt bist du dran, wo ist das Geld?“ Dann schlug er brutal auf sein Opfer ein, außerdem würgte er die wehrlose Frau bis zur Bewusstlosigkeit. Aus einer Kommode entwendete der Räuber eine Brieftasche und eine Geldbörse mit insgesamt 600 Euro Bargeld sowie verschiedenen Ausweise der Rentnerin.

zum Seitenanfang

Mit der Beute verschwand der Täter aus der Wohnung, ohne sich weiter um das schwer verletzte Opfer zu kümmern. Nachdem die Frau wieder das Bewusstsein erlangt hatte, rief sie von der Haustür aus um Hilfe. Vorbei fahrende Radfahrer wurden aufmerksam und kümmerten sich um die Rentnerin. Sie wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert, wo mehrere Rippenfrakturen, eine Gehirnerschütterung, eine Fingerfraktur und starke Gesichtsprellungen mit erheblichen Hämatomen festgestellt wurden.

zum Seitenanfang

Die Polizei leitete eine umfassende Sofortfahndung nach dem unbekannten Räuber ein, die allerdings erfolglos blieb. Bei der Kriminalpolizei wurde eine Ermittlungsgruppe „Heide“ eingerichtet, flankierend dazu werteten Kriminaltechniker die sorgfältig am Tatort gesicherten Spuren aus.

zum Seitenanfang

Nach umfangreichen Recherchen richtete sich ein Tatverdacht gegen den 50-jährigen Mann, der zudem eine hohe Ähnlichkeit mit dem Phantombild und mit der Beschreibung des Räubers aufweist. Nachdem sich im Zuge der Ermittlungen der Tatverdacht erhärtete, erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe zur Wohnungsdurchsuchung beim Beschuldigten. Dabei fanden die Ermittler einen selbst gefertigten Ausweis des Bauordnungsamtes Karlsruhe.

zum Seitenanfang

 Etwa eine Woche vor dem Überfall hatte der Beschuldigte beim späteren Opfer vorgesprochen und sich als Mitarbeiter des Bauordnungsamtes ausgegeben. Offenbar wollte er dabei die näheren Umstände für einen geplanten Überfall erkunden.

zum Seitenanfang

Zwischenzeitlich liegt auch das Ergebnis der DNA-Auswertung vor: Eine Speichelprobe ergab, dass der Beschuldigte Spurenverursacher der am Tatort gesicherten DNA-Spuren ist. Der 50-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe dem Haftrichter vorgeführt, der die sofortige Untersuchungshaft anordnete. Der Beschuldigte machte bisher keinerlei Angaben zum Tatvorwurf.


zurück zur Auswahlseite

Fußleiste