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Angeblich "häuslicher Unfall" erwies sich als Mord - Vater des 44-jährigen Opfers in Untersuchungshaft

Datum: 15.11.2006

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

15.11.2006

Angeblich „häuslicher Unfall“ erwies sich als Mord - Vater des 44-jährigen Opfers in Untersuchungshaft


Ubstadt-Weiher/Bruchsal. Wegen des dringenden Verdachts, seinen 44 Jahre alten Sohn mit einem Kleinkalibergewehr erschossen zu haben, wurde am Mittwochnachmittag ein 68 Jahre alter Mann aus Ubstadt-Weiher dem Haftrichter vorgeführt, der die sofortige Untersuchungshaft anordnete.

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Bereits am vergangenen Samstag waren in Ubstadt-Weiher kriminalpolizeiliche Ermittlungen wegen eines angeblich häuslichen Unfalls aufgenommen worden. Den Angaben des 68-jährigen Mannes zufolge habe er am Samstagmorgen den Sohn in einem Zimmer seines Hauses tot aufgefunden. Der 44-Jährige hatte am Tag zuvor dort in der elterlichen Wohnung auf einer Leiter mit einem Bohrmeißel gearbeitet und sei dabei von der Leiter gestürzt. Nach erster Einschätzung eines von der Polizei hinzugezogenen Arztes sei der 44-Jährige an den Folgen eines offenen Schädelbruchs verstorben.

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Weil nach den Feststellungen der Kriminalbeamten keine zweifelsfreie  Situation für eine Unfallversion gegeben war, versiegelten sie die Wohnung und verständigten die Staatsanwaltschaft, die eine Obduktion anordnete.

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Bei der Obduktion im Institut für Rechtsmedizin in Heidelberg kam ans Licht, dass im Schädel des Verstorbenen zwei kleinkalibrige Projektile steckten.

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Die weiteren Ermittlungen durch die Kriminalaußenstelle Bruchsal ergaben, dass der alkoholkranke 68-Jährige schon seit längerer Zeit mit dem Sohn in Streit geraten war und dass er ihn bereits mehrmals mit einem Gewehr bedroht haben soll. Aufgrund des dringenden Tatverdachts wurde der Mann am Dienstag festgenommen.
Seine beiden Kleinkalibergewehre wurden beschlagnahmt und werden kriminaltechnisch untersucht.

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