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Gewerbs- und bandenmäßiger Diebstahl von Buntmetall - fünfköpfige Gruppe von Tatverdächtigen dingfest gemacht

Datum: 11.10.2006

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe


Gewerbs- und bandenmäßiger Diebstahl von Buntmetall - fünfköpfige Gruppe von Tatverdächtigen dingfest gemacht


Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Wegen gewerbs- und bandenmäßigem Diebstahl  von Buntmetall ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe gegen fünf Tatverdächtige aus Karlsruhe und Umgebung.

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Zwei als Köpfe der Gruppe anzusehende 31 und 34 Jahre alte Männer konnten am Montag von Beamten des Mobilen Einsatzkommandos kurz vor dem Grenzübertritt nach Frankreich aus einem mit gestohlenem Kabel voll beladenen Lieferwagen heraus festgenommen werden.

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Annähernd zeitgleich wurden zwei mutmaßliche Helfer der beiden in Karlsruhe bei der Rückgabe eines Mietlieferwagens dingfest gemacht.

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Eine nach den Festnahmen richterlich angeordnete und noch am Montag durchgeführte Durchsuchungsaktion bei vier Objekten in Karlsruhe, Ettlingen und Oberderdingen führte schließlich zur Festnahme des fünften Verdächtigen. Dabei konnten unter anderem auch mehrere hundert Kilogramm offensichtlich gestohlener Kabel sichergestellt werden.

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Das Quintett war in den Blickpunkt der Ermittlungen geraten, nachdem sich in den letzten Wochen im Großraum Karlsruhe die Diebstähle von größeren Buntmetallmengen auffällig gehäuft hatten.

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In der Folge erhärtete sich der Verdacht immer mehr, wobei ihnen schließlich der in der Nacht zum Montag in Ettlingen verübte Diebstahl von 460 Metern Kabel mit einem Gewicht von zwei Tonnen zugeordnet werden konnte.

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Auch den auf ein Anwesen in Oberderdingen führenden weiteren Weg des gestohlenen Kabels konnten die Beamten nachvollziehen. Dem Stand der Dinge nach hatten die Verdächtigen dort das Metall von der Ummantelung befreit, um so einen Verkauf zu erleichtern.

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Weitere umfangreiche kriminalpolizeiliche Ermittlungen dauern derzeit noch an. Hierzu gehört neben der Zuordnung weiterer Buntmetalldiebstähle auch die Klärung der Frage nach den Abnehmern der Beute.

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Unterdessen hat das zuständige Gericht am Dienstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen die beiden Hauptverdächtigen Haftbefehl erlassen.

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Aufgrund des weiter anhaltenden Baubooms in Fernost und dem damit verbundenen ständig steigenden Weltmarktpreis hat der Diebstahl von Buntmetall auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe eine regelrechte Renaissance erfahren. Waren im gesamten Jahr 2005 noch insgesamt 42 solcher Taten registriert worden, so hat sich diese Zahl in diesem Jahr mit bislang 80 verübten Diebstählen bereits fast verdoppelt.

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Nach den Feststellungen der Ermittlungsbehörden machen es viele Geschädigte den Langfingern allerdings zu einfach. Entweder schlecht oder garnicht gesichert werden wertvolle Metalle und Kabeltrommeln immer wieder frei zugänglich gelagert. Altmetallhändler, die sich bei der Frage nach der Herkunft angebotener Metalle mit billigsten Erklärungen zufrieden geben, laufen Gefahr, wegen Hehlerei selbst  in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen zu geraten. Dabei sollte bekannt sein, dass an gestohlenen Sachen selbst bei gutem Glauben kein Eigentum erworben werden kann.

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