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Messerattacke auf dem Kronenplatz: Anklage wegen Mordes erhoben

Datum: 26.09.2006

Kurzbeschreibung: 

Pressemitteilung

Nach Messerattacke in der Nacht zum 1.6.2006 am Kronenplatz in Karlsruhe: Ermittlungen abgeschlossen - Anklage wegen Mordes erhoben


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Nach der tödlichen Messerattacke in der Nacht zum 01.06.2006 auf ein 17 Jahre altes Mädchen hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe die Ermittlungen abgeschlossen und gegen eine 16 Jahre alte Schülerin Anklage wegen Mordes zum Landgericht Karlsruhe, Jugendkammer, erhoben.

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Die Angeklagte ist dringend verdächtig, sie habe in Begleitung von zwei Bekannten das spätere Tatopfer zufällig in der Innenstadt von Karlsruhe getroffen. Gegen Mitternacht sei es auf dem Kronenplatz zu einem zunächst verbalen Streit gekommen, bei dem man der Geschädigten vorgeworfen habe, sie habe in der Vergangenheit mehrfach eine Freundin der Angeklagten geschlagen. Deswegen habe eine Begleiterin der Angeklagten der Geschädigten eine leichte Ohrfeige versetzt. Nachdem sich die Situation danach beruhigt gehabt habe und die Geschädigte noch Zigaretten für alle habe holen wollen, habe sich die Angeklagte entschlossen, die Geschädigte wegen ihrer angeblichen Angriffe gegen die Freundin der Angeklagten mit ihrem Messer anzugreifen.

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Zunächst habe sie der Geschädigten das Klappmesser mit einer Klingenlänge von etwa 7 cm in den Rücken gestochen. Als sich die hiervon völlig überraschte Geschädigte umgedreht habe, habe die Angeklagte ihr noch mehrere heftige Stiche in Richtung des Oberkörpers versetzt. Drei der Stiche hätten die zur Abwehr erhobenen Armen der Geschädigten verletzt. Einer der Stiche in den Oberkörper habe die Lunge durchdrungen und die Lungenarterie verletzt. Unter der Wirkung der Stiche sei die Geschädigte zusammengebrochen, während die Angeklagte sich mit ihren beiden Begleiterinnen unauffällig vom Tatort entfernt habe, ohne sich weiter um die Geschädigte zu kümmern.

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Die Stichverletzung der Lungenschlagader habe zu starken inneren Blutungen und einer raschen Unterversorgung des Gehirns mit Blut und Sauerstoff geführt. An den Folgen dieser Stichverletzung sei die Geschädigte trotz unverzüglicher ärztlicher Versorgung am Tatort mit anschließender Notoperation und intensivmedizinischer Behandlung am 02.06.2006 verstorben.

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Die Angeklagte wurde am 01.06.2006 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.



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