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Mitteilungen über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 28.08. - 01.09.2006

Datum: 24.08.2006

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung wegen falscher Seezunge

Mitteilungen über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 28.08. - 01.09.2006

2 Ls 530 Js 13754/05  Verstoß gegen das Lebensmittel- und Bedarsgegenständegesetz


Amtsgericht Karlsruhe
Schlossplatz 23
Saal VII

Mittwoch, 30.08.2006, 09.00 Uhr

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Den beiden 43 und 67 Jahre alten Angeklagten werden Verstöße gegen das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) im Zusammenhang mit der Veräußerung von Fisch in einer Gaststätte im Landkreis Karlsruhe zur Last gelegt. Bis Januar 2002 habe der ältere Angeklagte die Gaststätte betrieben. Ab Februar 2002 habe sein Sohn, der jüngere Angeklagte, die Gaststätte als Inhaber übernommen, wobei ihn sein Vater weiterhin unterstützt habe.

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Zwischen Januar 2002 und Mai 2005 habe der jüngere Angeklagte in der Gaststätte Seezungen-Filet in unterschiedlichen Zubereitungen angeboten. Tatsächlich habe es sich dabei nicht um Seezungen-Filet gehandelt, sondern entweder um Rotzungen-Filet oder um Pangasius-Filet. Bis September 2004 habe ihm dabei sein Vater Hilfe geleistet, der das Rotzungen-Filet in Kenntnis seiner späteren Verwendung bei den Großhändlern bestellt habe.

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In dieser Weise seien bis September 2004 knapp 19.000 kg Rotzungen-Filet zu einem Einkaufspreis von insgesamt gut 156.000 € und zwischen Mai 2004 und März 2005 gut 7.500 kg Pangasius-Filet zu einem Einkaufspreis von insgesamt gut 37.000 € beschafft und anschließend als angebliches Seezungen-Filet serviert worden.

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Bei der Rotzunge handelt es sich um eine zur Familie der Schollen gehörende Meerwasserfischart. Bei dem sog. „Pangasius“ handelt es sich um eine aus Aquakulturaufzucht stammende vietnamesische Süßwasserfischart.

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Beide Fischarten weisen in Aussehen und Geschmack Ähnlichkeiten mit der Seezunge auf. Sie können daher in Gaststätten als angebliches "Seezungenfilet" angeboten werden, ohne dass dies der Verbraucher bemerkt.

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Das gewerbsmäßige Inverkehrbringen von Lebensmitteln unter einer irreführenden Bezeichnung, Angabe oder Aufmachung ist nach dem LMBG unter Strafe gestellt.

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Ihr Ansprechpartner bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe:
Staatsanwalt Bogs
23.08.2006

Hinweis für die Medienvertreter:

Bitte richten Sie weitere Anfragen direkt an die Pressesprecher des jeweiligen Gerichts:
Amtsgericht Karlsruhe: Herr RiAG Rastetter, Tel.: 0721/926-6758
alle anderen Gerichte:  Herr RiLG Kleinheinz, Tel.: 0721/926-3158


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