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Mindestens 30 Einbrüche in Karlsruher Arzt- und Zahnarztpraxen geklärt - Drei Tatverdächtige ermittelt

Datum: 22.08.2006

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

 

 

Mindestens 30 Einbrüche in Karlsruher Arzt- und Zahnarztpraxen geklärt - drei Tatverdächtige ermittelt


Karlsruhe. Mindestens 30 zwischen Januar und Juli 2006 verübte schwere Diebstähle in Karlsruher Arzt- und Zahnarztpraxen, drei Tageswohnungseinbrüche sowie zwei Einbrüche in Verkaufsräume gehen nach den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft auf das Konto von drei Männern im Alter von 21 und 22 Jahren. Sämtliche Einbrüche dienten offenbar der Finanzierung der Drogensucht wie auch der Finanzierung des Lebensunterhalts der Tatverdächtigen.

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Nach dem derzeitigen Stand ist ein wegen anderer Eigentumsdelikte bereits Ende Juli 2006 inhaftierter und heute 21 Jahre alter Kroate als Hauptverdächtiger anzusehen. Ein 22-jähriger Deutscher befindet sich seit wenigen Tagen gleichfalls in Untersuchungshaft; der dritte, ebenfalls 21-Jährige Verdächtige unterzieht sich derzeit einer Entziehungskur. Ob dem wechselweise agierenden Trio noch weitere Taten angelastet werden müssen,  ist unter anderem Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen.

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Seit Jahresbeginn verzeichnete die Polizei in der Karlsruher Kernstadt vermehrte Einbrüche in Arztpraxen. Dabei deutete die immer wieder gleiche Art und Weise der Begehung auf ein und denselben Täterkreis hin. Meist wurden die Einbrüche in den frühen Abendstunden verübt, wobei die Täter die Zugangstüren zu den Räumen mit brachialer Gewalt aufhebelten und sich dabei auch nicht von den entstehenden Geräuschen abschrecken ließen.

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 Anschließend durchsuchten sie die Räume nach leicht zu transportierendem Stehlgut wie Laptops und medizinischen Instrumenten. Außerdem erbeuteten sie auch mehrere PCs und entsprechendes Zubehör. Insbesondere hatten es die Langfinger aber auf Kassetten und Behältnisse abgesehen, in denen die Praxisgebühren verwahrt wurden. Bei insgesamt 65 in diesem Jahr verzeichneten Taten erreichte der Wert der Beute rund 130.000 Euro; der verursachte Sachschaden schlägt noch einmal mit demselben Betrag zu Buche.

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Aus Sicht der Polizei war bemerkenswert, dass trotz der rücksichtslosen Vorgehensweise seitens der Nachbarschaften keinerlei aktuelle Hinweise auf die Einbrecher eingingen. Sämtliche Taten wurden erst im nachhinein entdeckt.

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Nachdem sich die Einbrüche zur Jahresmitte hin immer mehr gehäuft hatten, setzte das Polizeipräsidium die vierköpfige „Ermittlungsgruppe Praxis“ ein, die in enger Zusammenarbeit mit Kollegen der Kriminaltechnik fortan die gesicherten Spuren und Fakten zusammenführte und dabei schließlich auch den Hauptverdächtigen ins  Visier bekam. Nach der Inhaftierung des gerade 21 Jahre alt gewordenen Kroaten rissen die Einbrüche denn auch schlagartig ab.

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Dank eines Hinweises stießen die Beamten bei ihren weiteren Recherchen in einem verwaisten Zimmer in der Innenstadt auf mehrere aus Arztpraxen stammende und längst geleerte Geldkassetten sowie weiteres Diebesgut. Der 22-jährige Inhaber des Zimmers konnte Tage später nach intensiven Ermittlungen dingfest gemacht werden. Unter der Beweislast räumte der Mann letztlich seine Tatbeteiligung an den Beutezügen ein.

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Von der Beute konnte nur ein geringer Teil sichergestellt werden; das Geld und der Erlös aus den mittlerweile versetzten Gegenständen wurde offenbar zum Kauf von Drogen sowie für den Lebensunterhalt verbraucht.

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Alle drei Verdächtigen werden sich wegen fortgesetzter Vergehen des besonders schweren Falls des Diebstahls verantworten müssen.



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