Service-Navigation

Suchfunktion

Mitteilungen über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 26.06. - 30.06.2006

Datum: 20.06.2006

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung wegen schwerer räuberischer Erpressung u.a.

Mitteilungen über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 26.06. – 30.06.2006




2 KLs 210 Js 15764/06  Schwerer räuberischer Erpressung u.a.


Do, 29.06.2006, 09.00 Uhr, Fr, 30.06.2006, 09.00 Uhr,  
Mi, 05.07.2006, 09.00 Uhr und Do, 06.07.2006, 09.00 Uhr.

Landgericht Karlsruhe,
Hans Thoma Straße 7, Saal 126, 1. OG

zum Seitenanfang

Der 50 Jahre alte Angeklagte muss sich vor dem Landgericht Karlsruhe wegen 6 Verbrechen der schweren räuberischen Erpressung und einem Verbrechen der versuchten schweren räuberischen Erpressung verantworten. Gegen den Angeklagten besteht der dringende Verdacht, er habe zwischen dem 22.12.2005 bis zuletzt am 06.03.2006 im Stadtgebiet von Karlsruhe in insgesamt 7 Fällen verschiedene Geschäfträumlichkeiten aufgesucht und jeweils unter Vorhalt eines Messers von den Geschädigten die Herausgabe von Bargeld gefordert. In 6 Fällen sei es dem Angeklagten auf diese Weise gelungen insgesamt etwa 2.925,-- € zu erbeuten.

zum Seitenanfang

In einem Fall habe der Angeklagte – erfolglos -  das Ladenlokal verlassen, da ihm lediglich Münzgeld angeboten worden sei.

zum Seitenanfang

Der insbesondere wegen einschlägiger Taten erheblich vorbestrafte und seit dem Tag seiner Festnahme am 15.03.2006 in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte bestreitet die Taten.
 
zum Seitenanfang

4 KLs 220 Js 5725/06  Schweren Raubes u.a.


Do, 29.06.2006, 09.15 Uhr und Mi, 05.07.2006, 09.15 Uhr

Landgericht Karlsruhe,
Hans Thoma Straße 7, Saal 125, 1. OG

zum Seitenanfang

Der 46 Jahre alte Angeklagte muss sich vor dem Landgericht Karlsruhe wegen schweren Raubes in Tateinheit mit schwerem räuberischen Diebstahl in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in drei tateinheitlichen Fällen verantworten. Gegen den Angeklagten besteht der dringende Verdacht, er habe am 23.01.2006 einer Angestellten eines Karlsruher Gastronomiebetriebes unter Verwendung eines Elektroschockgerätes Bargeld in Höhe von 9.000,- € entrissen, welches die Angestellte im Auftrag ihres Arbeitgebers zur Bank habe bringen wollen. Zwei Passanten, die auf die Hilfeschreie der Angestellten aufmerksam geworden seien, hätten die Verfolgung des Angeklagten aufgenommen.

zum Seitenanfang

Nachdem es den Passanten zunächst gelungen sei, den Angeklagten festzuhalten, habe dieser erneut zur Abwehr seiner Verfolger das Elektroschockgerät eingesetzt. Der Angeklagte sei wenig später widerstandslos festgenommen worden.

zum Seitenanfang 

Der insbesondere wegen einschlägiger Taten erheblich vorbestrafte und seit dem Tag seiner Festnahme in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte ist geständig.

zum Seitenanfang

10 Cs 570 Js 39612/05  Volksverhetzung


Di, 27.06.2006, 08.30 Uhr 

Amtsgericht Karlsruhe,
Schlossplatz 23, Saal II

zum Seitenanfang

Der zwischenzeitlich 30 Jahre alte Angeklagte muss sich vor dem Amtsgericht Karlsruhe wegen 10 Vergehen der Volksverhetzung verantworten. Gegen den Angeklagten besteht der Verdacht, er habe zwischen dem 03.05.2005 bis zum 24.05.2005 von seiner Wohnung im Stadtgebiet von Karlsruhe aus über eine Internetplattform in insgesamt 10 Fällen jeweils gegen Entgelt den nationalsozialistischen Propagandafilm „Der ewige Jude“ veräußert.

zum Seitenanfang
 
Bei dem Film „Der ewige Jude“ handelt es sich um einen als „dokumentarischer Filmbeitrag zum Problem des Weltjudentums“ deklarierten Propagandafilm des Nationalsozialismus, in dem durchgehend antisemitische Stereotypen und Klischeevorstellungen der Nationalsozialisten ausgebreitet werden. In dem Film wird insbesondere Polen als „Niststätte des Judentums“ dargestellt, das jüdische Volk wird mit Ratten verglichen, der – angebliche - Gegensatz zwischen Juden und Ariern wird herausgearbeitet, und das jüdische Volk wird als „Internationales Verbrechertum“, „Finanz-Judentum“ und als „assimilierte Juden“ bezeichnet und dargestellt.

zum Seitenanfang

Gegenstand des Filmes ist weiterhin der – hetzerisch und hassschürend dargestellte - jüdische Einfluss auf Wirtschaft, Kultur und Politik, sowie die jüdische Religionsausübung mit ausführlicher und demagogischer Darstellung von Schächtungen; dazu kommen Scheinzitate aus jüdischen Sakraltexten. Der Film beinhaltet ferner Ausschnitte aus Hitlers Reichstagsrede vom 30.01.1939 zur „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“. In dem Film werden neben – zum Teil gestellten - Aufnahmen aus dem besetzten Polen Fremdmaterialen aus Wochenschauen, Spiel- und Dokumentarfilmen und Fotos verwandt.

zum Seitenanfang

Ihr Ansprechpartner bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe:
Staatsanwalt Walter
20.06.2006

Hinweis für die Medienvertreter:

Bitte richten Sie weitere Anfragen direkt an die Pressesprecher des jeweiligen Gerichts:
Amtsgericht Karlsruhe: Herr RiAG Rastetter, Tel.: 0721/926-6758
alle anderen Gerichte:  Herr RiLG Kleinheinz, Tel.: 0721/926-3158



zurück zur Auswahlseite

Fußleiste