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Nach Messerattacke am Kronenplatz - 16-Jährige Hauptverdächtige in Haft

Datum: 02.06.2006

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe


Freitag, 02. Juni 2006


Nach Messerattacke am Kronenplatz - 16-Jährige Hauptverdächtige in Haft


Karlsruhe. Nach den Festnahmen im Rahmen der Ermittlungen zum versuchten Tötungsdelikt in der Nacht zum Donnerstag auf dem Kronenplatz hat die zuständige Richterin am Amtsgericht Karlsruhe am Freitagnachmittag wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes Haftbefehl gegen ein 16 Jahre altes Mädchen aus Karlsruhe erlassen.  Die Inhaftierte hat nach ihrer Festnahme ein umfassendes Geständnis abgelegt.

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Wie bereits am Donnerstag berichtet, war die 23-köpfige Sonderkommission unter der Leitung von Kriminalrat Rolf Straub während der Ermittlungen im Freundes- und Bekanntenkreis des Opfers zunächst auf die beiden Mädchen gestoßen, die zwar in der Gruppe anwesend, aber nicht aktiv an den schweren Verletzungen beteiligt waren. Durch die Kooperation der umfassend geständigen Mädchen, die sicherlich auch durch die lebensgefährlichen Verletzungen des Opfers begründet war, konnte die in Kasachstan geborene Hauptverdächtige noch am späten Donnerstagnachmittag in der Wohnung ihres Freundes in Bruchsal festgenommen werden.

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Die weiteren noch am Abend geführten Ermittlungen ergaben, dass es zwischen den beteiligten Mädchen in den vergangenen Wochen wiederholt Streitigkeiten gegeben hatte. Nachdem sich in der Tatnacht zufällig alle Beteiligten in der Straßenbahn getroffen hatten und es zunächst zu einer harmlosen Schubserei gekommen war, versetzte die 16-jährige der Geschädigten auf dem Kronenplatz unvermittelt mehrere Messerstiche in den Oberkörper. Selbst als das Opfer schwer verletzt am Boden lag, trat dasbereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretene Mädchen nochmals mit dem Fuß zu.

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Ein hinzu geeilter Notarzt musste noch am Tatort die lebensgefährlich Verletzte reanimieren. Die behandelnden Ärzte können nach derzeitiger Diagnose nicht ausschließen, dass das Opfer durch die Verletzungen schwere bleibende Schäden davonträgt.

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Die beiden nicht aktiv am Geschehen beteiligten Mädchen wurden noch am Donnerstagabend  auf freien Fuß gesetzt. Inwieweit sie im Vorfeld der schrecklichen Tat an strafbaren Handlungen beteiligt waren, müssen die weiteren Ermittlungen an den Tag bringen. Zur äußersten Brutalität ihres Vorgehens befragt, gab die Tatverdächtige an, „außer sich gewesen zu sein“. Bei dem Tatmesser handelte es sich um ein Klappmesser mit einer Klingenlänge von rund 7 cm.



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