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Raubmord an Taxifahrer Gabor R. ist aufgeklärt - dringend tatverdächtiger 24jähriger in Haft - akribische Ermittlungsarbeit führte zum Erfolg

Datum: 23.07.2007

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Raubmord an Taxifahrer Gabor R. ist aufgeklärt - dringend tatverdächtiger 24jähriger in Haft - akribische Ermittlungsarbeit führte zum Erfolg

Karlsruhe/Weinstadt-Endersbach. Mit der Festnahme eines 24-jährigen Mannes aus Weinstadt-Endersbach genau drei Monate nach dem Mord an dem Karlsruher Taxifahrer Gabor R. ist ein langer Weg akribischer Ermittlungsarbeit von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe erfolgreich zum einem Abschluss gebracht worden. Der zuständige Richter am Amtsgericht Karlsruhe hat am Wochenende Haftbefehl gegen den früheren Studenten, der während der Tat in Karlsruhe wohnhaft war, erlassen.

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Er war am Freitagnachmittag in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Waiblingen am Stuttgarter Hauptbahnhof festgenommen worden. Die vermeintliche Tatwaffe, eine Pistole Kaliber 7,65 mm, sowie persönliche Gegenstände des getöteten Taxifahrers führte der Festgenommene mit sich.

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Auf die Spur des jungen Mannes kamen die Beamten der zuletzt zwölfköpfigen Ermittlungsgruppe „Taxi“ unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Wolfgang Metzger letztlich durch einen umfangreichen Abgleich kriminalpolizeilich relevanter Daten aus Karlsruhe und Weinstadt. Durch die intensiven Ermittlungen vor Ort in engem Zusammenwirken mit der Polizeidirektion Waiblingen verdichtete sich der Tatverdacht gegen den deutschen Staatsangehörigen. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung gelang Beamten des Fahndungsdezernates der Kriminalpolizei Waiblingen am Freitagnachmittag die erlösende Festnahme in der Landeshauptstadt.

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Bei seiner Vernehmung legte der polizeilich bereits in Erscheinung getretene Mann ein umfassendes Geständnis zu dem Raubmord an dem Karlsruher Taxifahrer am 20. April 2007 ab. So war der zur Tatzeit bereits exmatrikulierte, aber noch in der Karlsruher Waldstadt wohnhafte Student nach einem Aufenthalt im Stadtgebiet am Durlacher Tor bereits in das Taxi gestiegen, um den Fahrer zu berauben. Danach dirigierte der Fahrgast sein späteres Opfer über die Waldstadt zur L604, wo die tödlichen Schüsse fielen.

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Nachdem er dem Getöteten den Geldbeutel mit den Tageseinnahmen und weitere persönliche Gegenstände abgenommen hatte, zog er das Opfer in den Wald und bedeckte die Leiche mit Ästen. Der Mörder fuhr dann mit dem Taxi zum Fächerbad und stellte das Fahrzeug dort ab. Den geraubten Geldbeutel warf der Täter abseits des Parkplatzes in ein Gebüsch. Zur Motivation gab der Festgenommene an, unter ständiger Geldnot wegen einer notorischen Spielsucht zu leiden. Das Raubgut betrug wenige hundert Euro.

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Der Leiter der Kriminalpolizei Karlsruhe, Kriminaldirektor Bernd Koberstaedt, lobte die Ermittlungsbeamten für deren Beharrlichkeit. „Auch wenn es manchmal so aussah, dass sich auf Grund fehlender Spuren und Hinweise nichts vorwärts bewegen würde, verloren die Beamten nicht ihre Motivation, den Mörder von Gabor R. dingfest zu machen“, so Koberstaedt im Rahmen einer Pressekonferenz am Montagnachmittag im Karlsruher Polizeipräsidium. „Letztlich brachte die Akribie der polizeilichen Ermittlungen und natürlich die nötige Portion Glück den Erfolg“, beschrieb der Leiter der Sonderkommission, Kriminaloberrat Hubert Wörner, das Auf und Ab der schwierigen Ermittlungen.

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Nachdem man sich nun sicher sei, dass ein Einzeltäter am Werk war, konnten auch die Medien über den Festnahmeerfolg informiert werden, so Wörner weiter. Im Rahmen der Soko Taxi und im Rahmen der späteren Ermittlungsgruppe wurden von den 34 Beamtinnen und Beamten insgesamt mehr als 2500 Überstunden geleistet und rund 60 Aktenordner gefüllt.

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