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Todesschütze im Mordfall "Miko" in Montenegro in Untersuchungshaft

Datum: 24.07.2007

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Todesschütze im Mordfall „Miko“ in Montenegro in Untersuchungshaft


Karlsruhe / Montenegro. Wie die Justizbehörden in Montenegro jetzt auf Anfrage der Staatsanwaltschaft Karlsruhe mitteilten, konnte der seit 2004 flüchtige 28-jährige Todesschütze im Mordfall Helmut M., genannt „Miko“, bereits vor einiger Zeit festgenommen werden. Der Mann befindet sich seither in Untersuchungshaft und wartet in seinem Heimatland auf seinen Prozess.

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Die Fahndungsmaßnahmen nach einem an der Tatausführung beteiligten 27-jährigen Landsmann des Inhaftierten dauern dagegen noch an.

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Nachdem am 03. Dezember 2003 ein auf ihn verübtes Sprengstoffattentat noch gescheitert war, wurde der 42-jährige Helmut M. am 09. Januar 2004 in einem Café in der Karlsruher Innenstadt erschossen.

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Nach umfangreichen, mehrere Monate dauernden Ermittlungen der damals 40-köpfigen Sonderkommission „Magnet“ konnten sechs aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende Täter ermittelt werden. Vier der Täter lebten in Deutschland und konnten  hier in der Folge festgenommen werden.  Der in Montenegro lebende Todesschütze und ein weiterer Tatgenosse, der die Tat absicherte, waren den weiteren Recherchen zufolge eigens für die Tatausführung nach Deutschland eingereist; nach dem vollendeten Mord hatten sie sich wieder in ihre Heimat abgesetzt. Das Verfahren gegen die beiden Personen wurde daher durch die Staatsanwaltschaft Karlsruhe an die dortigen Justizbehörden abgegeben.

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Hintergrund des Tötungsverbrechens waren Auseinandersetzungen im Rotlichtmilieu, die schließlich dazu führten, dass die Brüder Dejan u. Dragutin J. den Mord planten und bei Landsleuten in Auftrag gaben.

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Dejan und Dragutin J. verbüßen nach dem Urteil des Landgerichts Karlsruhe lebenslange Freiheitsstrafen.  Zwei weitere an der Tat beteiligte Landsleute wurden ebenfalls zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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