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Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 17. - 21.09.2007

Datum: 11.09.2007

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlungen in Strafsachen

Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 17. – 21.09.2007


1 Ks 100 Js 4356/07     Totschlag u. a.

Landgericht Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 7
76133 Karlsruhe
Freitag, 21.09.2007, Dienstag, 02.10.2007, Donnerstag, 04.10.2007 sowie Montag, 08.10.2007,
jeweils 09.00 Uhr, Schwurgerichtssaal

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Zwei 46 bzw. 44 Jahre alten Männern aus Karlsruhe wird ihre Beteiligung an der Tötung einer 36 Jahre alten Frau in einer Wohnung in der Karlsruher Innenstadt zur Last gelegt. Der 46 Jahre alte Angeklagte muss sich deshalb wegen Totschlags, der jüngere Angeklagte wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht verantworten.

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Am Abend des 04.02.2007 sei der 46 Jahre alte Angeklagte aus Eifersucht in der gemeinsam bewohnten Wohnung mit der Frau in Streit geraten. Über einen Zeitraum von etwa fünf Stunden habe er seinen Zorn an der Frau, die sich nicht gewehrt habe, ausgelassen und sie massiv misshandelt. U. a. habe er ihr heftige Faustschläge gegen Kopf und Oberkörper versetzt und Haarbüschel ausgerissen. Als die Frau bereits am Boden gelegen habe, habe er ihr mehrfach derart stark gegen den Kopf getreten, dass sie blutüberströmt schließlich keine Regungen mehr gezeigt habe.

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Die Geschädigte habe neben vielfachen Weichteilverletzungen und einer Fraktur der linken Augenhöhle ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, welches zu einer Hirnblutung geführt habe und tödlich gewesen sei.

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Der in der Wohnung ebenfalls anwesende 44 Jahre alte Angeklagte habe gegen die Gewaltausbrüche des 46 Jahre alten Mannes nichts unternommen und ihn dadurch in seinen maßlosen Angriffen bestärkt. Beide hätten in Anbetracht der Heftigkeit der Angriffe mit tödlichen Folgen für das Opfer gerechnet.

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Zwar habe der 46 Jahre alte Angeklagte anschließend wegen eines angeblichen Sturzes seiner Freundin einen Krankenwagen angefordert. Trotz der danach eingeleiteten ärztlichen Notfallmaßnahmen habe die Geschädigte aber nicht mehr gerettet werden können und sei am nächsten Vormittag in einem Krankenhaus verstorben.

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Der 46 Jahre alte Angeklagte befindet sich seit seiner Festnahme am 05.02.2007 in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen den jüngeren Angeklagten wurde mittlerweile gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

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6 Ls 140 Js 27218/05 AK 12/06   gewerbsmäßiger Betrug

Amtsgericht Bruchsal
Schönbornstraße 18
76646 Bruchsal
Donnerstag, 20.09.2007,
09.00 Uhr, Saal 001

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Die beiden 39 bzw. 32 Jahre alten Angeklagten müssen sich wegen Betruges vor Gericht verantworten.

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Der 39 Jahre alte Angeklagte sei Betreiber einer Boutique in Bruchsal gewesen. In Umsetzung einer zuvor mit dem 32 Jahre alten Angeklagten und einem getrennt verfolgten Mann getroffenen Absprache hätten sie folgende Straftaten begangen:

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Seine beiden Tatgenossen hätten in der Boutique des älteren Angeklagten als vermeintliche "Kunden" Scheinkäufe durchgeführt und die angeblichen "Kaufpreise" unter Einsatz ihrer EC-Karte "bezahlt". Wesentlicher Teil des Plans sei es gewesen, dass die zu den EC-Karten gehörenden Konten jeweils keine Deckung aufgewiesen hätten, weswegen es zu einer "Begleichung" der angeblichen "Kaufpreise" nicht gekommen sei.

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Der 39 Jahre alte Angeklagte sei gegen Zahlungsausfälle bei Einkäufen im Lastschriftverfahren versichert gewesen. Gegenüber seiner Versicherung habe er anschließend die "Kaufpreis-Ausfälle" wegen der angeblich durchgeführten "Verkäufe" geltend gemacht, welche ihm die vermeintlichen Schäden erstattet habe.

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Jeweils 10% dieser Beträge habe der ältere Angeklagte an seine Tatgenossen für den Einsatz von deren EC-Karte ausbezahlt. Den übrigen Teil der erschwindelten Versicherungsleistungen habe er für sich behalten.

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Tatsächlich habe es keine Einkäufe von Waren in der Boutique gegeben, die zu bezahlen gewesen wären. Durch den Einsatz der EC-Karten habe lediglich die Grundlage dafür geschaffen werden sollen, dass der 39 Jahre alte Angeklagte angebliche Kaufpreis-Ausfälle betrügerisch gegenüber seiner Versicherung habe geltend machen können.

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In dieser Weise habe der ältere Angeklagte seine Versicherung wegen 30 angeblich zwischen September 2001 und Februar 2002 durchgeführter "Verkäufe" um insgesamt 17.948,28 € betrogen. Der jüngere Angeklagte habe durch den Einsatz seiner EC-Karte insgesamt 10 "Einkäufe" im Gesamtwert von 5.365,88 € simuliert, der weitere Tatgenosse 20 "Einkäufe" im Gesamtwert von 12.582,40 €.

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7 Ds 110 Js 19688/07   versuchte gefährliche Körperverletzung u. a.

Amtsgericht Karlsruhe
Schlossplatz 23
76131 Karlsruhe
Dienstag, 18.090.2007, 08.30 Uhr
Saal VIII

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Ein 32 Jahre alter algerischer Staatsangehöriger muss sich wegen eines Angriffs auf eine Straßenbahnfahrer vor Gericht verantworten.

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Am 13.05.2007 gegen 04.00 Uhr habe er sich im Bereich Marktplatz auf die Schienen gestellt und so eine Straßenbahn der Linie 1 zum Anhalten veranlasst. Anschließend habe er ohne ersichtlichen Anlass mit einem Messer in Kopfhöhe des Fahrers gegen die Frontscheibe des Führerhauses gestochen, wodurch die Scheibe beschädigt worden sei.

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Als der Straßenbahnfahrer kurz darauf die Tür zu seinem Führerhaus geöffnet habe, um Polizeibeamten, die in der Nähe eine Streifenfahrt durchgeführt hätten, zu Hilfe zu rufen, habe der Angeklagte ihn in Verletzungsabsicht mit erhobenem Messer angegriffen. Da es dem Straßenbahnfahrer gelungen sei, die Tür zu seinem Führerhaus rechtzeitig zu schließen und der Angeklagte die Tür nicht habe öffnen können, habe er sein Vorhaben abgebrochen.

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1 Ls 140 Js 50916/06    gewerbsmäßiger Diebstahl u. a.

Amtsgericht Karlsruhe
Schlossplatz 23
76131 Karlsruhe
Donnerstag, 20.09.2007,
11.00 Uhr, Saal VII

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Eine 33 Jahre alte ehemalige Angestellte einer Bankfiliale aus dem Landkreis Karlsruhe muss sich u. a. wegen gewerbsmäßigen Diebstählen vor dem Amtsgericht - Schöffengericht - Karlsruhe verantworten.

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Zwischen Oktober 2005 und August 2006 habe sie in 34 Fällen insgesamt 86.930 € aus der Kasse entwendet. Die Entnahmen habe sie durch elektronische Buchungen zu Lasten von Sparkonten verschleiert. Um die dadurch hervorgerufenen Abweichungen der in der EDV vermerkten Kontostände von den in den Sparbüchern ausgewiesenen Kontoständen zu vertuschen, habe sie in einigen Fällen die Sparbücher der betroffenen Kunden manipuliert.

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Mitte Mai 2006 habe sie im computergestützten Buchungssystem eine Bareinzahlung von 6.000 € zu Gunsten ihres Sparkontos gebucht, ohne dass tatsächlich ein entsprechender Betrag eingezahlt worden sei. Diesen Fehlbestand habe sie dadurch verschleiert, dass sie zuvor eine Barauszahlung zu Lasten eines Sparkontos einer Kundin gebucht habe.

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Anfang August 2006 habe sie aus der Kasse erneut 500 € entnommen. Diese Entnahme habe sie dadurch verschleiert, dass sie einen Barauszahlungsbeleg erstellt und darauf die Unterschrift eines Kunden gefälscht habe.

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2 Ls 110 Js 11751/07    gewerbsmäßiger Betrug

Amtsgericht Karlsruhe
Schlossplatz 23
76133 Karlsruhe
Montag, 17.09.2007 sowie  Freitag, 21.09.2007
jeweils 09.00 Uhr, Saal VII

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Der 33 Jahre alte Angeklagte muss sich im Zusammenhang mit dem Angebot von Waren über das Internet wegen gewerbsmäßigen Betruges vor dem Amtsgericht – Schöffengericht - Karlsruhe verantworten.

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Zwischen Februar und März 2007 habe er in 11 Fällen Computersoftware und elektronische Spielgeräte über das Internet angeboten; wahrscheinlich habe er dabei über ein Internet-Café agiert. Entsprechend seiner vorgefassten Absicht hätten die Käufer jeweils in der Annahme, die Ware würde anschließend ordnungsgemäß geliefert, die Kaufpreise oder Anzahlungen auf das Konto des Angeklagten bezahlt. Der Angeklagte habe entsprechend seiner vorgefassten Absicht in keinem Fall die angebotenen Artikel an die Käufer geliefert. Insgesamt habe er durch dieses betrügerische Verhalten mehr als 9.300 € "erwirtschaftet".

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Ein weiterer Versuch Anfang März 2007, von einer Kundin insgesamt 3272,50 € für acht elektronische Spielgeräte betrügerisch zu erlangen, sei an dem berechtigten Misstrauen der Kundin gescheitert.

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Der mehrfach u. a. wegen Betrugsdelikten vorbestrafte Angeklagte konnte am 14.05.2007 festgenommen werden befindet sich seitdem in Haft.

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1 Ds 230 Js 6158/07   gewerbsmäßiger Diebstahl

Amtsgericht Philippsburg
Marktplatz 8
76661 Philippsburg
Donnerstag, 20.09.2007,
10.15 Uhr, Saal 106

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Ein 47 Jahre alter türkischer Staatsangehöriger muss sich wegen gewerbsmäßiger Diebstähle vor dem Amtsgericht Philippsburg verantworten.

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Ende Juni und Anfang Juli 2007 habe er in insgesamt 8 Fällen aus Opferstöcken verschiedener Kirchen aus dem Landkreis Karlsruhe, u. a. in Oberhausen, Malsch und Waghäusel-Kirrlach, Geld gestohlen. Die Entnahme des Geldes aus den Opferstöcken sei ihm jeweils mit einer eigens zu diesem Zweck hergestellten Vorrichtung gelungen.

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5 Cs 250 Js 13662/07     Sachbeschädigung

Amtsgericht Karlsruhe
Schlossplatz 23
76131 Karlsruhe
Donnerstag, 20.09.2007,
09.30 Uhr, Saal III

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Ein 65 Jahre alter deutscher Staatsangehöriger muss sich wegen Sachbeschädigung in zwei Fällen vor Gericht verantworten.

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Im März 2007 habe er an Werbeeinrichtungen von zwei Firmen im Industriegebiet in Stutensee Plakate aufgeklebt, deren Entfernung nur mit erheblichem Aufwand mit einer Beschädigung des Untergrundes möglich gewesen sei. Auf den Plakaten habe sich jeweils die Aufschrift befunden "... wir sprechen auch Deutsch“.

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Ein mögliches Motiv des Angeklagten könnte die Verärgerung über die zunehmende Verdrängung der deutschen Sprache insbesondere in der Werbung sein.

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7 KLs 220 Js 17301/07    versuchte sexuelle Nötigung u. a.

Landgericht Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 7
76133 Karlsruhe
Mittwoch, 19.09.2007 und Montag, 24.09.2007
jeweils 09.00 Uhr, Saal 125

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Der 36 Jahre alte Angeklagte muss sich u. a. wegen versuchter sexueller Nötigung und exhibitionistischer Handlungen vor dem Landgericht Karlsruhe – Jugendschutzkammer - verantworten.

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Am Vormittag des 16.05.2007 habe er im Bereich der Bahnhofstraße in Karlsruhe eine vierzehnjährige Schülerin kurz verfolgt und versucht, sie zwischen abgestellte Fahrzeuge zu ziehen. Dort habe er an ihr sexuelle Handlungen vornehmen wollen. Dem Mädchen sei es jedoch gelungen, sich aus der Umklammerung zu befreien und zu flüchten.

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Kurz darauf habe sich der Angeklagte zu dem Beiertheimer Wäldchen, einer Grünanlage in der Nähe, begeben. Dort habe er vor einer Frau und ihrer zweijährigen Tochter an seinem entblößten Geschlechtsteil manipuliert, um sich hierdurch sexuell zu erregen. Als die Frau mit ihrem Mobiltelefon Hilfe herbeigerufen habe, sei der Angeklagte geflüchtet.

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Er konnte noch am selben Tag festgenommen werden befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

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Ihr Ansprechpartner bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe:
Staatsanwalt Bogs
11.09.2007

Hinweis für die Medienvertreter:
Bitte richten Sie weitere Anfragen direkt an die Pressesprecher des jeweiligen Gerichts:
Amtsgericht Karlsruhe: Herr RiAG Rastetter, Tel.: 0721/926-6758
alle anderen Gerichte:  Herr VRiLG Kleinheinz, Tel.: 0721/926-3158

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