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Nach vereiteltem Überfall in Bruchsal-Untergrombach - Fünf Haftbefehle beantragt

Datum: 14.12.2007

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presserklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Karlsruhe

Nach vereiteltem Überfall auf Sparkassenfiliale: Angeschossener Tatverdächtiger außer Lebensgefahr - Drei weitere Tatverdächtige festgenommen

Bruchsal-Untergrombach/Karlsruhe:  Der bei dem versuchten Überfall auf die Sparkassenfiliale in Bruchsal-Untergrombach von einem Einsatzbeamten angeschossene 46-jährige Tatverdächtige befindet sich nach einer Notoperation außer Lebensgefahr.

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Den Ermittlungen zufolge fuhr der 46-Jährige am Donnerstagabend kurz nach 17.30 Uhr mit einem 41-jährigen Komplizen auf einem Motorrad vor die Sparkassenfiliale in der Wittumstraße  und ging, vermummt mit einem Motorradhelm,  mit einem schwerkalibrigen und mit sechs Patronen geladenen Revolver zur Eingangstreppe des Geldinstituts.  Beim Zugriff kam es zum Schusswaffengebrauch durch bereit gehaltene Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Baden-Württemberg.

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Der Verletzte wurde sofort notärztlich versorgt und ins Bruchsaler Krankenhaus eingeliefert.

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In einer mitgeführten Tasche des 46-Jährigen fanden die Beamten eine Handgranate und eine Nebelgranate. Der auf dem Motorrad wartende 41-jährige Komplize versuchte zu fliehen, er konnte jedoch von Einsatzkräften festgenommen werden.

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Dem Zugriff waren intensive Ermittlungen durch die Kriminalpolizei-Außenstelle Bruchsal vorausgegangen. Ausgangspunkt dieser Ermittlungen, die von Kriminalhauptkommissar Heinz Lauber geleitet wurden,  war ein am 17. Juli verübter Raubüberfall auf die Sparkassenfiliale in Kraichtal-Unteröwisheim. Damals hatten zwei mit Motorradhelmen vermummte Täter unter Vorhalt einer Vorderschaftrepetierflinte (Pumpgun) und eines großkalibrigen Revolvers 60.000 Euro erbeutet.

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Eine zur Aufklärung dieses Überfalls eingesetzte Ermittlungsgruppe bei der Kriminalaußenstelle Bruchsal kam bei der Überprüfung möglicher Tatverdächtiger auf die Spur des 46-jährigen Karlsruhers und eines 45-jährigen Mannes, der zuletzt in Berlin wohnhaft war. In der Folge wurden die beiden ins Visier der Fahnder genommen, wobei auch das Mobile Einsatzkommando des Landeskriminalamts Baden-Württemberg eingebunden war. Hierbei kam ans Licht, dass noch vor Weihnachten ein Überfall auf das Geldinstitut in Untergrombach geplant war, und zwar durch den Karlsruher und  durch den 41-jährigen Bruder des 45-Jährigen.

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Als mögliche Tatzeit konkretisierte sich der 13. Dezember. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden umfassende Einsatzvorbereitungen getroffen, um beim Zugriff der Täter Schaden von Unbeteiligten abzuwenden.

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Noch am Donnerstagabend wurden zwei weitere Männer und eine Frau festgenommen. Darunter befindet sich ein 64-jähriger Karlsruher, dem die Beteiligung am Überfall in Kraichtal-Unteröwisheim vorgeworfen wird, sowie der Bruder des in Untergrombach Festgenommenen. Ihm wird zur Last gelegt, bereits im Jahre 1993 gemeinem mit dem 46-Jährigen in Bruchsal-Büchenau die Sparkasse überfallen zu haben. Bei der 46-jährigen Frau aus dem nördlichen Landkreis Karlsruhe handelt es sich um die Lebensgefährtin des gleichaltrigen Haupttäters, die wegen Beihilfe festgenommen wurde.

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Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat gegen die fünf Festgenommenen Haftbefehl beantragt.

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