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Anklage gegen Bestattungsunternehmer und seinen ehemaligen Angestellten insbesondere wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe erhoben

Datum: 27.12.2007

Kurzbeschreibung: 

Pressemitteilung

Anklage gegen Bestattungsunternehmer und seinen ehemaligen Angestellten insbesondere wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe erhoben


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Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat nach Abschluss der Ermittlungen gegen einen Bestattungsunternehmer aus dem hiesigen Landkreis und dessen ehemaligen Angestellten Anklage zum Amtsgericht – Schöffengericht – Karlsruhe erhoben.

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Gegen den Bestattungsunternehmer besteht in insgesamt 85 Fällen der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges zum Nachteil der Gemeinde Malsch. Gegen beide Angeschuldigte besteht darüber hinausgehend in insgesamt 88 Fällen der Verdacht der Störung der Totenruhe in Tateinheit mit Sachbeschädigung.

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Wie bereits in der gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Karlsruhe vom 19.04.2007 mitgeteilt worden war (nachzulesen im Internet unter http://www.stakarlsruhe.de/servlet/PB/menu/1207040/index.html?ROOT=1175932 hier klicken - Seite öffnet in neuem Fenster -), kamen die Ermittlungen gegen den seitens der Gemeinde Malsch mit der Aushebung von Gräbern und Wiederverfüllung nach der Bestattung beauftragten Unternehmer aufgrund von Anzeigen durch den Ortsvorsteher von Malsch-Völkersbach und den Bürgermeister von Malsch in Gang.

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Die hierauf durchgeführten Ermittlungen haben – ohne die Exhumierung weiterer Gräber - den Anfangsverdacht hinsichtlich der Störung der Totenruhe bestätigt und zahlreiche weitere Fälle zu Tage gebracht.

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Hiernach liegt dem Bestattungsunternehmer nunmehr zur Last, in insgesamt 85 Fällen im Zeitraum zwischen dem Jahr 2000 bis März 2007 auf den Friedhöfen Malsch und Völkersbach Tiefengräber nicht bis zur vertraglich vereinbarten Tiefe von 2,50 m, sondern lediglich bis zu einer Tiefe von ca. 1,80 m ausgehoben zu haben, wobei die Aushebungen vereinzelt durch den angeschuldigten Unternehmer selbst, meist jedoch durch seinen – insoweit gutgläubigen – Angestellten durchgeführt worden seien.

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Im Vertrauen auf die vertragsgemäße Aushebung habe die Gemeinde Malsch jeweils den für die tiefere Bestattung geschuldeten Betrag überwiesen, wodurch der Gemeinde pro Grab ein Schaden in Höhe von 70,74 € entstanden sei.

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Den Angeschuldigten liegt ferner zur Last, sie hätten - gemeinschaftlich handelnd - im selben Zeitraum auf den genannten Friedhöfen in insgesamt 88 Fällen bei offenen Gräbern das obere Sargbrett gewaltsam abgerissen und sodann die zuvor ausgehobene Erde in die Gräber mit den nunmehr offenen Särgen geworfen, um sich auf diese Weise die Entsorgung großer Mengen Aushuberde zu ersparen.

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