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Messerstecherei in Bretten weitgehend geklärt

Datum: 09.07.2008

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Dienstag, 08.07.08

Messerstecherei in Bretten weitgehend geklärt - 20 Jahre alter Verdächtiger stellte sich der Polizei / Verletzter außer Lebensgefahr

Bretten / Bruchsal. Die Auseinandersetzung an einer Bushaltestelle in der Bahnhofstraße in Bretten, bei der in der Nacht zum vergangenen Sonntag zwei 19 und 20 Jahre alte Männer aus Mühlacker und Wiernsheim durch Messerstiche verletzt wurden, ist offenbar weitgehend geklärt.



Bei der Kriminalaußenstelle Bruchsal stellte sich am Dienstagmorgen ein als dringend tatverdächtig anzusehender 20 Jahre alter Mann aus Oberderdingen. In der Folge machte der in Begleitung eines Rechtsanwaltes erschienene Heranwachsende weitreichende Einlassungen zu dem folgenschweren Geschehen.



So gab er gegenüber den Kriminalbeamten zu Protokoll, in der Nacht zum Sonntag an der bewussten Haltestelle mit seiner Freundin in Streit geraten zu sein. Als gegen 02.50 Uhr mehrere auf dem Heimweg vom Peter-und-Paul-Fest befindliche junge Leute vorbeikamen und ihn nachäfften, habe er sich provoziert gefühlt. In der Folge sei es zur Schlägerei gekommen, in deren Verlauf er schließlich ein mitgeführtes Messer gezogen, wie wild um sich gefuchtelt und unkontrolliert zugestoßen habe.



Nach Verletzung zweier seiner Kontrahenten habe er aus Furcht vor weiteren Auseinandersetzungen gemeinsam mit der Freundin die Flucht ergriffen und das zur Tat benutzte Klappmesser unterwegs weggeworfen.



Wie berichtet, konnte der Zustand des bei dem Geschehen lebensgefährlich verletzten 20-jährigen Wiernsheimers nach seiner Aufnahme in einer Klinik rasch stabilisiert werden; inzwischen befindet er sich auf dem Wege der Genesung. Der 19 Jahre alte Verletzte aus Mühlacker hatte die Klinik noch am Sonntag nach ambulanter Behandlung wieder verlassen können.



Aufgrund des derzeitigen Standes der Recherchen wird sich der junge Mann wegen eines versuchten Tötungsdeliktes verantworten müssen. Weitere Ermittlungen dauern bis zur Stunde noch an.



Nachdem der Beschuldigte sich selbst gestellt hat und zudem einen festen Wohnsitz sowie einen Ausbildungsplatz vorweisen kann,  konnte er nach Abschluss der erforderlichen Feststellungen noch am Dienstag wieder auf freien Fuß gesetzt werden.



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