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Bunt- und Edelmetall im Visier - Erfolgreiche Aktion gegen Serieneinbrecher

Datum: 25.03.2008

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Bunt- und Edelmetall im Visier - Erfolgreiche Aktion gegen Serieneinbrecher

Karlsruhe. Metallverarbeitende Betriebe und die Versicherungswirtschaft verzeichnen in den letzten Jahren hohe Schäden durch Diebstähle und Einbrüche, bei denen es die Täter gezielt auf Bunt- und Edelmetall abgesehen haben. Von den Tätern bevorzugt werden Kupfermaterialien wie Erdkabel, aber auch Edelstahl bzw. Edelstahllegierungen, die schließlich über Hehler in den legalen Wirtschaftskreislauf zurückgelangen. Die derzeit hohen Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt versprechen dabei sowohl den Tätern als auch ihren Abnehmern satte Gewinne.

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Nachdem Mitte vergangenen Jahres Anhaltspunkte auf eine solche Einbrecherbande und deren Hehler bekannt wurden, richtete die Karlsruher Kriminalpolizei die Schwerpunktermittlungsgruppe „Edelstahl“ ein.

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Den sieben erfahrenen Kriminalisten gelang es in der Folge Stück für Stück, die offenbar schon seit Jahren bestehenden Strukuren einer elfköpfigen Einbrecherbande und ihrer Hehler aufzuhellen.

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Quer durch den süddeutschen Raum brachen die Langfinger im Alter zwischen 22 und 50 Jahren in unterschiedlicher Besetzung immer wieder in metallverarbeitende Betriebe ein. Sie schreckten aber auch nicht davor zurück, teilweise riesige Kabelrollen von frei zugänglichen Baustellen zu entwenden. Die heiße Ware setzten sie dann jeweils umgehend gegen Bargeld an ihre Hehler ab.

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Zum genauen Umfang der Taten dauern die Ermittlungen derzeit zwar noch an. Doch dürften die von der Bande angerichteten Schäden einen siebenstelligen Eurobetrag erreichen.

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Bei einer minutiös vorbereiteten länderübergreifenden Polizeiaktion an nicht weniger als 13 Objekten in Mannheim, Brühl, Landau und Neustadt konnten die von den jeweils örtlich zuständigen Kollegen unterstützten Ermittler in der Karwoche vier von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkte Haftbefehle gegen Mitglieder der Einbrecherbande vollstrecken.

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Außerdem gelang es ihnen, Hehlerware im Wert von rund 75.000 Euro sicherzustellen.

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Wie die Langfinger vorgingen, zeigt der mit der Aktion geklärte Fall einer in Karlsruhe-Neureut heimgesuchten Firma. Nachdem die Täter zur Nachtzeit auf das Firmengelände eingedrungen waren, verfrachteten sie mit einem vorgefundenen Gabelstapler Edelstahlplatten im Wert von rund 130.000 Euro auf einen gleichfalls firmeneigenen Lkw. Danach fuhren sie auf kürzestem Wege nach Rheinland-Pfalz und luden dort die Platten um.

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Schließlich setzten sie den bisher genutzten Laster in Brand, um so ihre Spuren zu verwischen.

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Umfangreiche weitere Ermittlungen - auch in weiteren angrenzenden Bundesländern - sind in dieser Sache noch zu führen, so dass die Beamten der Kripo Karlsruhe ihre Akten längst noch nicht schließen können.

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Unter anderem führen sie wegen Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei auch weitere Recherchen gegen zwei mutmaßliche Abnehmer der Bande.

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Gegen die beiden 50 und 72 Jahre alten Festgenommenen - Vater und Sohn aus dem Raum Mannheim - erging inzwischen gleichfalls Haftbefehl.

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