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Geiselnahme, Bedrohung und anderes - Junge Frau erlitt Martyrium / fünf Tatverdächtige dingfest gemacht -

Datum: 27.01.2009

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Geiselnahme, Bedrohung und anderes - Junge Frau erlitt Martyrium / fünf Tatverdächtige dingfest gemacht -

Karlsruhe / Walzbachtal / Rheinau (Ortenaukreis). Unter dem dringenden Verdacht, Ende November 2008 eine 25 Jahre alte Frau als Geisel genommen und sie über mehrere Stunden hinweg in einem Durlacher Keller auf massivste Art und Weise misshandelt zu haben, stehen vier türkischstämmige Männer sowie ein Mann aus Bosnien-Herzegowina im Alter zwischen 28 und 40 Jahren.

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Die Beschuldigten wurden allesamt am 18.12.2008 bei Polizeieinsätzen in Karlsruhe und Walzbachtal dingfest gemacht. Weitere Maßnahmen wurden auch in Offenburg und Rheinau im Ortenaukreis durchgeführt. Bei der Aktion wurden die Ermittler der Karlsruher Kriminalpolizei von Kräften des Spezialeinsatzkommandos, des Mobilen Einsatzkommandos der Landespolizeidirektion Karlsruhe sowie Angehörigen der Schutzpolizei unterstützt.

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Gegen vier der Verdächtigen hatte die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Gericht bereits Haftbefehle erwirkt; gegen einen fünften Beschuldigten war aufgrund weiterer Erkenntnisse ebenfalls ein Haftbefehl erwirkt worden, der nach weitgehenden Einlassungen mittlerweile wieder aufgehoben wurde. Die vier mutmaßlichen Haupttäter befinden sich weiterhin in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft.

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Nach einem in der Nacht zum 29. November 2008 verübten Einbruch in ein Durlacher Wettbüro hatte der 37 Jahre alte Betreiber der bei ihm angestellten 25-jährigen Frau unterstellt, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Daraufhin sperrten der 37-Jährige und seine Mittäter die junge Frau am 30. November zur Mittagszeit in einem Keller des Anwesens ein und führten mit ihr in brutaler Art und Weise ein "Verhör" durch. Die Geschädigte wurde geschlagen und mehrfach bedroht, sie werde erschossen oder verstümmelt. Erst nachdem die Täter durch das Verhalten der jungen Frau zu dem Ergebnis gekommen waren, dass sie in den Einbruch nicht verwickelt war, ließen sie die völlig verängstigte 25-Jährige nach mehr als zwei Stunden wieder frei.

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Danach hatte es mehrere Tage gedauert, bis die Frau Kraft und Mut zu einer Anzeige bei der Polizei gesammelt hatte.

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Die folgenden akribischen Ermittlungen der Kriminalpolizei zogen den Kreis um die Verdächtigen schließlich immer enger.

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Bei Vernehmungen wurden inzwischen Einlassungen zu den erhobenen Vorwürfen gemacht. Im Hinblick auf den jeweiligen Tatbeitrag der Beschuldigten dauern derzeit weitere polizeiliche Ermittlungen und Vernehmungen noch an.

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Der Fächer der den Verdächtigen zur Last gelegten Straftatbestände reicht von der Geiselnahme und Freiheitsberaubung über Bedrohung und Körperverletzung bis hin zu Verstößen gegen das Waffengesetz. Im Falle der Verurteilung drohen den Tätern mehrjährige Freiheitsstrafen.

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Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte erst jetzt über den Fall berichtet werden.

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