• Sie sind hier:
  • Startseite / 
  • Pressemitteilungen / 
  • Pressearchiv / 
  • Mitteilungen 2010 / 
  • DNA-Analyse belegt: Tote Räuber waren die sogenannten Gentlemen-Täter - Polizeibeamtin kann Klinik voraussichtlich in den nächsten Tagen verlassen - Täter-Pkw in Pforzheim aufgefunden - 40-Jähriger hatte Bezug zum süddeutschen Raum

Suchfunktion

DNA-Analyse belegt: Tote Räuber waren die sogenannten Gentlemen-Täter - Polizeibeamtin kann Klinik voraussichtlich in den nächsten Tagen verlassen - Täter-Pkw in Pforzheim aufgefunden - 40-Jähriger hatte Bezug zum süddeutschen Raum

Datum: 15.12.2010

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

15. Dezember 2010

DNA-Analyse belegt: Tote Räuber waren die sogenannten Gentlemen-Täter - Polizeibeamtin kann Klinik voraussichtlich in den nächsten Tagen verlassen - Täter-Pkw in Pforzheim aufgefunden - 40-Jähriger hatte Bezug zum süddeutschen Raum

Karlsruhe. Das nunmehr vorliegende Ergebnis der DNA-Analyse belegt zweifelsfrei, dass es sich bei den am vergangenen Freitag nach einem bewaffneten Banküberfall am Karlstor in der Karlsruher Innenstadt getöteten Tätern um die seit Jahren gesuchten "Gentlemen-Räuber" handelt. Dies teilten die Karlsruher Ermittlungsbehörden am Dienstagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz im Gebäude des Polizeipräsidiums mit.

zum Seitenanfang

Somit herrscht Gewissheit, dass eine seit 1995 andauernde spektakuläre Serie von nicht weniger als 21 bewaffneten Überfällen auf Banken im nordbadischen und angrenzenden südpfälzischen Raum mit einer Gesamtbeute von über zwei Millionen Euro zu Ende gegangen ist.

zum Seitenanfang

Die bei dem Schusswechsel mit den Tätern schwer verletzte 28 Jahre alte Polizeiobermeisterin befindet sich weiter auf dem Weg der Genesung und kann voraussichtlich noch in dieser Woche aus der Klinik entlassen werden.

zum Seitenanfang

Inzwischen liegt auch das Ergebnis der beim Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Heidelberg durchgeführten Obduktion beider Täter vor. Demzufolge wurde die Täterin von mehreren Schüssen getroffen. Wie bereits mitgeteilt, hatte sich die Frau letztlich mit einem Schuss in den Kopf selbst getötet.

zum Seitenanfang

Der 40 Jahre alte männliche Täter wurde gleichfalls von mehreren Kugeln getroffen. Ein Schuss in den Brustbereich führte bei dem Mann zum Tode.

zum Seitenanfang

Nach dem Ergebnis der Spurensicherung wurden von den Tätern mindestens zehn Schüsse abgegeben, die meisten davon stammen aus der Waffe des Mannes. Die inzwischen durchgeführten Zeugenbefragungen haben ergeben, dass das Feuer von Seiten der Täter eröffnet und von den Beamten erwidert wurde.

zum Seitenanfang

Aufgrund dieses Ermittlungsstandes geht die Staatsanwaltschaft Karlsruhe davon aus, dass der Schusswaffengebrauch durch die Polizei nicht nur gerechtfertigt, sondern im Rahmen der Notwehr auch geboten war.

zum Seitenanfang

Dass die Täter offenbar zu allem entschlossen waren, belegt die Tatsache, dass am Körper des 40-Jährigen zwei weitere mit scharfer Munition gefüllte Magazine entdeckt wurden.

zum Seitenanfang

Wie berichtet, war das aus Tschechien kommende Täterpaar in einem Hotel in Pforzheim abgestiegen. Dieses Hotel war nach jetzigem Erkenntnisstand zumindest ein weiteres Mal Ausgangspunkt eines in Karlsruhe verübten Banküberfalles. In dem Zimmer der beiden entdeckten die Beamten neben persönlichen Papieren und Urkunden auch die Schlüssel zu einem in der Nähe des Hotels abgestellten Pkw mit tschechischer Zulassung.

Skoda Fabia mit tschechischer Zulassung

zum Seitenanfang

Es ist davon auszugehen, dass die Räuber mit diesem Fahrzeug nach Deutschland eingereist sind. Von Pforzheim aus war das Paar dann offenbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Karlsruhe gefahren.

zum Seitenanfang

Das verheiratete Paar war weder in der Bundesrepublik noch in Tschechien kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten. Beide lebten unauffällig in einem kleinen Ort im Südwesten der tschechischen Republik. Die in Tschechien ermittelnden Kriminalbeamten aus Karlsruhe entdeckten bei der Hausdurchsuchung unter anderem auch Kleidung, die die Täter wahrscheinlich bei dem Überfall auf eine Bankfiliale in der Karlsruher Heidenstückersiedlung im Juli dieses Jahres getragen hatten.

zum Seitenanfang

Zum Verbleib des bei den Überfällen erbeuteten Bargeldes gibt es bislang keine konkreten Erkenntnisse. Nach den weiteren Feststellungen hatte der 40-Jährige Bezug in den süddeutschen Raum.

zum Seitenanfang

Im Mittelpunkt der weiterhin mit Nachdruck betriebenen Ermittlungen steht ein bislang noch unbekannter Mittäter des Duos. Wie berichtet, war die Tätergruppe bis zum Oktober 2002 in wechselnder Beteiligung aufgetreten. Danach wurden die Banküberfälle allein durch das Paar verübt.

zum Seitenanfang

Fußleiste