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Drogenabhängiges Quartett wegen schweren Bandendiebstahls, schweren Betruges und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommen

Datum: 11.12.2010

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

11. Dezember 2010

Drogenabhängiges Quartett wegen schweren Bandendiebstahls, schweren Betruges und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommen

Südlicher Landkreis Karlsruhe. Zwei am Nikolaustag auf dem Parkplatz eines Baumarktes in Gaggenau-Bad Rotenfels festgenommene Paare stehen nach intensiven Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Kriminalaußenstelle Ettlingen im dringenden Verdacht, über Monate hinweg bandenmäßig Diebstähle und schwere Betrügereien begangen sowie wiederholt illegal Heroin ins Bundesgebiet eingeführt zu haben.

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Gegen die allesamt drogenabhängigen Beschuldigten - zwei 26 und 29 Jahre alte Frauen sowie deren 51 und 34 Jahre alte Lebensgefährten - erließ der zuständige Richter am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Haftbefehl. Sie wurden inzwischen in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

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Wie Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe aus ermittlungstaktischen Gründen erst am Donnerstag mitteilten, waren die beiden in verschiedenen Orten im südlichen Landkreis Karlsruhe lebenden Paare Mitte Oktober ins Visier der Ettlinger Ermittler geraten. In der Folge konnten die Beamten Mosaiksteinchen an Mosaiksteinchen fügen und den Beschuldigten nicht nur teilweise mehrfach täglich verübte Ladendiebstähle in Baumarkt-, Möbel- und Verbraucherfilialen entlang der badischen Rheinschiene anlasten. Den Ermittlern gelang auch der Nachweis, dass das Quartett die entwendeten Gegenstände in anderen Filialen der Unternehmen durch Rückgabe zu Geld machten.

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Ein ums andere Mal kam den Tätern dabei zustatten, dass ihnen Geldbeträge ausgezahlt wurden, obgleich sie keine Kaufbelege vorweisen konnten. Erhielten sie entsprechende Gutscheine, verkauften sie diese unter dem Nennwert an andere Kunden weiter. Die von ihnen angerichteten Schäden liegen nach vorsichtigen Schätzungen im fünfstelligen Eurobereich.

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Nach dem Stand der Ermittlungen verbrauchten die Vier, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, das Geld für ihren Lebensunterhalt und finanzierten obendrein ihre Drogensucht. So überquerten sie fast täglich die deutsch-französische Grenze, um sich auf der anderen Rheinseite mit Heroin einzudecken. In der Folge schmuggelten sie das Rauschgift dann nach Deutschland ein.

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