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Ermittlungen zum Zoobrand: Derzeit keine Hinweise auf Brandstiftung - technischer Defekt wahrscheinlich

Datum: 19.11.2010

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

19. November 2010

Ermittlungen zum Zoobrand: Derzeit keine Hinweise auf Brandstiftung - technischer Defekt wahrscheinlich

Karlsruhe. Nach dem Brand im Karlsruher Zoo, bei dem am vergangenen Samstag 26 Tiere des Streichelgeheges getötet wurden, ziehen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ein erstes Resümee der bislang durchgeführten Ermittlungen. Den Behörden liegt zwischenzeitlich das von einem Brandsachverständigen erstellte Gutachten zur Brandursache vor. Demnach konnte der Gutachter, obgleich er eine solche nicht gänzlich ausschließen kann, bei seinen Ermittlungen bis dato keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung finden.

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Im Rahmen der Begutachtung der Brandörtlichkeit ergaben sich für den Sachverständigen hingegen Hinweise, die einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer wahrscheinlich erscheinen lassen. Demnach könnte der Brand seinen Ursprung in einem Teilbereich der Elektroinstallation an zentraler Stelle des Stallkomplexes gehabt haben. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die gesamten Stallungen aus einer Holzkonstruktion bestanden, haben die Flammen in der Folge reichlich Nahrung gefunden, wodurch sich das Feuer rasch ausbreitete und insgesamt sehr intensiv war. Auf Grund der schweren Brandzehrung und dem Grad der durch das Feuer entstandenen Zerstörung gestaltete sich die Arbeit des Sachverständigen und der Brandermittler äußerst schwierig.

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Auch die durch eine eigens von der Kriminalpolizei eingerichtete siebenköpfige Ermittlungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft geführten intensiven Ermittlungen brachten bislang keine Hinweise auf eine vorsätzlich begangene Brandstiftung.

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Insbesondere ein Zusammenhang mit dem in zeitlicher Nähe entdeckten Brand zweier Mülltonnen nur wenige hundert Meter vom Zoo entfernt fand während der bisherigen Ermittlungen keine Bestätigung. Die Behörden betonen jedoch, dass es sich um ein vorläufiges Ermittlungsergebnis handelt und die Ergebnisse einiger weitergehender Untersuchungen noch ausstehen. Die Ermittlungsgruppe "Zoo" bleibt zunächst bestehen.

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