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Nach anhaltender Serie von Pkw-Aufbrüchen - Polizei nimmt Autoknacker auf frischer Tat fest - Haftbefehl gegen zwei dringend Tatverdächtige erlassen

Datum: 18.10.2010

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

17. Oktober 2010

Nach anhaltender Serie von Pkw-Aufbrüchen - Polizei nimmt Autoknacker auf frischer Tat fest - Haftbefehl gegen zwei dringend Tatverdächtige erlassen

Karlsruhe/Eggenstein-Leopoldshafen/Stutensee-Blankenloch. Nach der über mehrere Monate hinweg andauernden Serie von Kfz-Aufbrüchen im Stadtgebiet von Karlsruhe und den nördlich angrenzenden Landkreisgemeinden ist es der Polizei in der Nacht zum Samstag gelungen, zwei Autoknacker auf frischer Tat festzunehmen. Gegen die beiden 29 und 42 Jahre alten polnischen Staatsangehörigen erließ der zuständige Richter am Amtsgericht Karlsruhe auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Sonntag Haftbefehl wegen besonders schweren Fall des Diebstahls. Beide Männer, die in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben, wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht.

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Ein aufmerksamer Bürger der Kirchfeldsiedlung hatte gegen 02.30 Uhr verdächtige Geräusche von der Straße her vernommen. Er lief daraufhin nach draußen und nahm zwei Männer wahr, die sein Auto aufgebrochen hatten.

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Einer der Diebe lehnte durch die eingeschlagene Scheibe mit dem Oberkörper ins Fahrzeuginnere. Nachdem sie ihre Entdeckung bemerkt hatten, rannten beide Täter über das freie Feld davon. Da die Polizei ihr seit Wochen verdeckt geführtes Fahndungskonzept zum Wochenende nochmals verstärkt hatte, befanden sich unmittelbar danach bereits mehrere Streifen in Tatortnähe. Einer Zivilstreife, dabei handelte es sich um zwei Polizeibeamte des Reviers Bad Schönborn, die in die Fahndung eingebunden waren, konnte die Täter sichten und verfolgen.

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Einer der Beamten musste dabei einen Signalschuss in die Luft abgeben, um die weiteren eingesetzten Kräfte über die Fluchtrichtung der Täter zu informieren. Nach einer Verfolgung zu Fuß konnten die beiden Aufbrecher letztlich hinter einem Gebüsch liegend festgenommen werden. Bei der Durchsuchung der Männer wurde umfangreiches Einbruchswerkzeug, wie Ausziehkrallen für Radio- und Navigationsgeräte und Werkzeug zum Einschlagen von Scheiben sichergestellt.

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Außerdem führten die Täter zwei Rucksäcke mit, in denen sich ein zuvor ebenfalls in Kirchfeld bei einem Autoaufbruch entwendetes ehemals fest eingebautes Navigationsgerät und eine mobile Navi-Halterung befanden.

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Wie mehrfach berichtet, trieben Langfinger seit Ende Mai dieses Jahres in den Stadtteilen Waldstadt, Nordstadt, Oststadt, Rintheim, Neureut und Kirchfeld sowie in Eggenstein-Leopoldshafen und Stutensee-Blankenloch ihr Unwesen. Die Polizei registrierte in Zusammenhang mit der Serie rund 500 Aufbrüche, bei denen es die Diebe auf fest eingebaute und mobile Navigationsgeräte abgesehen hatten. Aber auch andere im Fahrzeug abgelegte Gegenstände ließen die Täter nicht liegen. So fielen ihnen Bargeld, Handys, Laptops und andere Wertgegenstände in die Hände.

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Insgesamt beläuft sich der seither verzeichnete Gesamtschaden auf rund 230.000 Euro.

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Unter Federführung der Ermittlungsgruppe Eigentum hatte die Polizei früh auf die steigende Anzahl von Aufbrüchen reagiert. Über Wochen hinweg waren die Ermittler zur Klärung der Serie verdeckt in den betroffenen Stadtteilen und Gemeinden unterwegs, ohne dass es gelang, die Täter festzunehmen. Schwierigkeiten bereitete den Beamten dabei der Umstand, dass die Diebe einen sehr großen Aktionsradius gewählt hatten und aus der Bevölkerung kaum Hinweise auf aktuell verübte Aufbrüche zu verzeichnen waren.

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Unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Roland Doll steht die Ermittlungsgruppe nun am Anfang umfangreicher Nachforschungen. Hierbei richtet sich das Hauptaugenmerk darauf, den Umfang der von den Festgenommenen begangenen Aufbrüche festzustellen und deren Tatbeteiligung zu beleuchten. Nach der Festnahme der Täter registrierte die Polizei über das Wochenende bislang keine Aufbrüche mehr.

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