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Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 10. - 14.05.2010

Datum: 03.05.2010

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung u.a. wegen schweren Raubes

Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 10. - 14.05.2010



3 Kls 180 Js 21160/09    Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung; schwerer Raub


Landgericht Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 7
76133 Karlsruhe
Montag, 10.05.2010,
09.00 Uhr, Schwurgerichtssaal

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Der 26 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung und schweren Raubes vor dem Landgericht verantworten.

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Am Abend des 08.06.2009 hätten sich der Angeklagte und zwei Tatgenossen in der Nähe der ehemaligen Eislaufhalle in Karlsruhe-Neureut einen stark alkoholisierten Mann ausgesucht, um diesen zusammenzuschlagen und das Geschehen zu filmen.

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Während ein Tatgenosse die Situation mit seiner Handykamera aufgenommen habe, habe der Angeschuldigte dem praktisch wehrlosen Geschädigten auf die Beine „geholfen“ und ihn so für den dritten Tatgenossen „bereitgestellt“. Dieser habe das Opfer anschließend zusammengeschlagen und -getreten, wobei er den Mann auch noch, als dieser am Boden gelegen habe, schwer attackiert habe.

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Einige Tage später habe der Angeschuldigte mit zwei Tatgenossen zwei Männer in einer Wohnung in der Karlsruher Innenstadt überfallen. Unter Drohungen und Anwendung eines Teleskopschlagstocks seien sie in die Wohnung eingedrungen und hätten Schlüssel, Geldbeutel und eine Bankkarte der Geschädigten erbeutet.

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8 Cs 410 Js 7641/08 fahrlässige Körperverletzung; Straßenbahnunfall vom 16.10.2008


Amtsgericht Karlsruhe                  
Schlossplatz 23
76131 Karlsruhe
Mittwoch, 12.05.2010,
13.00 Uhr, Saal I

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Der 58 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung in 16 tateinheitlichen Fällen vor dem Amtsgericht Karlsruhe verantworten.

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Er führte am 16.10.2008 gegen 21:40 Uhr eine Straßenbahn, welche vom Hauptbahnhof Karlsruhe kommend im Bereich des Albtalbahnhofs falsch nach links abbog und mit einer entgegenkommenden Straßenbahn kollidierte.

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Es besteht der Verdacht, dass ein fahrlässiges Verhalten des Angeklagten diesen Unfall verursachte. An der Haltestelle Hauptbahnhof habe der Angeklagte die Änderung der Linienkennung von Linie 3 (bisher) auf Linie 4 (künftig) vorgenommen, diese Umstellung allerdings anschließend irrtümlich nicht bestätigt. Es sei daher nicht zu einer Aktivierung der korrekten künftigen Linienkennung gekommen. Die korrekte Linienkennung hätte gewährleistet, dass die Stellung der Weichen und Signale mit dem gewünschten Straßenbahnkurs übereingestimmt hätte.

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Im Bereich des Albtalbahnhofs habe dem Angeklagten die Signalanlage "Halt" geboten, da die ursprüngliche Linienkennung ein Abbiegen der Straßenbahn nach links vorgesehen habe und jetzt eine andere Straßenbahn entgegengekommen sei. Der Angeklagte, der von der Aktivierung der richtigen Linie ausgegangen sei, habe die vom System vorgesehene Zwangsbremsung unterdrückt, um ungestört vermeintlich geradeaus weiterfahren zu können.

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Tatsächlich sei seine Straßenbahn dann, der falschen Linienkennung folgend, nach links abgebogen und mit einer entgegenkommenden Straßenbahn kollidiert. Insgesamt seien dabei 16 Personen verletzt worden.

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Ihr Ansprechpartner bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe:
Staatsanwalt (GL) Bogs
03.05.2010

Hinweis für die Medienvertreter:
Bitte richten Sie weitere Anfragen direkt an die Pressesprecher des jeweiligen Gerichts:
Amtsgericht Karlsruhe: Herr RiAG Piepenburg, Tel.: 0721/926-6662
Amtsgericht Karlsruhe-Durlach: Frau RiinAG Biel, Tel.: 0721/994-1857
Amtsgericht Bruchsal: Herr RiAG Dr. Schlachter, Tel.: 07251/74-2460
Amtsgericht Ettlingen: Frau Riin Hofmann, Tel.: 07243/508414
alle anderen Gerichte: Herr RiLG Kraus, Tel.: 0721/926-3176

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