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Angebliche Stromableser festgenommen - Ermittler suchen nach weiteren Geschädigten

Datum: 18.02.2010

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

18. Februar 2010

Angebliche Stromableser festgenommen - Ermittler suchen nach weiteren Geschädigten

Karlsruhe. Die Karlsruher Polizei nahm am Mittwoch in Bad Dürkheim zwei Männer im Alter von 23 und 61 Jahren fest, die über Monate hinweg im südwestdeutschen Raum als angebliche Stromableser bei älteren Personen in mindestens 16 Fällen rund 11.000 Euro erbeuteten. Gegen die unter dringendem Tatverdacht stehenden Betrüger hat am Donnerstag der zuständige Richter auf Antrag der Karlsruher Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft angeordnet.

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Die mit der Sachbearbeitung betraute Ermittlungsgruppe "Eigentum Süd" der Karlsruher Kriminalpolizei geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus und bittet Betroffene - sofern noch keine Anzeige erstattet - sich bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden.

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Bislang sind von dem Täterpaar in Baden-Württemberg Tatorte in den Räumen Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden, Bühl und Freiburg bekannt. Darüber hinaus war das Duo auch in Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen und Mainz sowie im hessischen Bensheim aktiv. Die Festnahme gelang den Ermittlern am Mittwochmittag in einem Spielcasino in Bad Dürkheim, nachdem sie zuvor in gewohnter Manier eine 88-jährige Frau aus Ludwigshafen um 950 Euro betrogen hatten.

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Wie bereits berichtet, hatte sich in allen Fällen zunächst ein jüngerer Mann gezielt bei älteren Personen im Alter von 70 - 90 Jahren als Mitarbeiter eines Energieversorgers ausgegeben, um den Strom ablesen.

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Dabei hatte er am Stromzähler durch vorheriges Besprühen Feuchtigkeitsschäden vorgetäuscht, die wegen drohender Lebensgefahr einen sofortigen Austausch erforderten. Einen "neuen Stromzähler" hatte der ältere Tatgenosse und angebliche Kollege auch gleich für einen Bargeldbetrag zwischen 300 und 2.100 Euro parat.

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Der Schwindel wurde in den meisten Fällen erst nach einer Rückfrage beim örtlichen Stromversorger entdeckt.

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