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Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 12. - 16.12.2011

Datum: 06.12.2011

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlungen wegen versuchten Mordes (Mordversuch von Vater und Tochter) sowie wegen versuchter räuberischer Erpressung (zum Nachteil der Firma dm)

Mitteilung über Hauptverhandlungen in Strafsachen in der Woche vom 12. - 16.12.2011

1 Ks 200 Js 19081/11     versuchter Mord

Landgericht Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 7
76133 Karlsruhe
Montag, 12.12.2011
Mittwoch, 14.12.2011
jeweils 09.00 Uhr, Schwurgerichtssaal

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Der 70 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen versuchten Mordes an seiner Tochter vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten.

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In Tötungsabsicht habe er am 18.06.2011 im gemeinsamen Haus in Karlsdorf-Neuthard seine Tochter mit einem Messer angegriffen. Der Tochter sei es durch ihre geistesgegenwärtige Reaktion gelungen, den Vater abzudrängen. Dabei habe der Mann sein Messer verloren. Nachdem er sein Vorhaben gescheitert gesehen habe, habe er sich in die eigene Wohnung zurückgezogen. Die Geschädigte habe bei ihrer Verteidigung Stich- und Schnittverletzungen an den Händen und einem Arm erlitten.

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Der Angeklagte wurde festgenommen, er befindet sich seit 19.06.2011 aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkten Haftbefehls in Untersuchungshaft.

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Ergänzend wird auf die Pressemitteillung vom 20.06.2011 gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe vom 20.06.2011 verwiesen.

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2 KLs 100 Js 5605/10      versuchte räuberische Erpressung

Landgericht Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 7
76133 Karlsruhe
Donnerstag, 15.12.2011 und Freitag, 16.12.2011;
Mittwoch, 21.12.2011und Donnerstag, 22.12.2011;
Donnerstag, 29.12.2011und Donnerstag, 05.01.2012;
Mittwoch, 11.01.2012 und Donnerstag, 12.01.2012;
Freitag, 13.01.2012
jeweils 09.00 Uhr, Saal 126

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Der 26 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen versuchter räuberischer Erpressung zum Nachteil der Firma dm drogerie markt GmbH &Co. KG vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten.

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Anfang 2010 habe er in mehreren Schreiben versucht, die Firma dm zu erpressen. Nach schriftlichen Kontakten, bei denen die Polizei ohne dessen Wissen von Anfang an die Ermittlungen gesteuert und Regie geführt hatte, war der Kontakt zu dem Täter im Juni 2010 abgebrochen. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen sah er sein Vorhaben spätestens jetzt gescheitert. In der Folge entfaltete er keinerlei Aktivitäten mehr mit Bezügen zu dem Karlsruher Unternehmen.

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Der Angeklagte konnte über einen anderen Sachverhalt identifiziert werden, bei dem das dort ermittelnde Bundeskriminalamt durch einen sprachlichen Abgleich der jeweiligen Schreiben Verbindungen zum versuchten Erpressungsfall in Karlsruhe hergestellt hatte. Dort war der Angeklagte als vermeintlicher Hinweisgeber auf einen geplanten Anschlag in der Nähe einer Dortmunder Sportstätte aufgetreten. Im Zuge der Ermittlungen war aber schnell klar geworden, dass er die sprengstoffverdächtigen Gegenstände selbst hergestellt und in der Nähe des Stadions, wohin er die Polizei dann führte, deponiert hatte.

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Die kriminaltechnischen Untersuchungen haben ergeben, dass die Zünder der Gegenstände, wie dies der Angeklagte auch selbst behauptet hatte, nicht funktionsfähig waren. Dennoch besteht aufgrund des konkreten Aufbaus dieser Gegenstände sowie im Zusammenhang mit weiteren im Keller der Wohnung seiner Eltern in Krefeld verwahrten Chemikalien und Laboraten der Verdacht von Verstößen gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz. Deshalb muss sich der Angeklagte ebenfalls vor dem Landgericht verantworten.

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Der Angeklagte befindet sich nach seiner Festnahme vom 29.03.2011 in Untersuchungshaft.

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Ergänzend wird auf die Pressemitteilung vom 01.04.2011 gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe vom 01.04.2011 verwiesen.

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