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Brutaler Angriff auf zwei Jugendliche geklärt - 15-köpfige Tätergruppe ermittelt

Datum: 09.11.2011

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Mittwoch, 09. November 2011

Brutaler Angriff auf zwei Jugendliche geklärt - 15-köpfige Tätergruppe ermittelt

Stutensee-Blankenloch/Bruchsal. Ein brutaler Angriff auf zwei zur Tatzeit 16 Jahre alte Jugendliche, der sich Mitte Juli nördlich von Blankenloch ereignet hat und bei dem einer der beiden Geschädigten schwer verletzt wurde, konnte durch Staatsanwaltschaft und Polizei nun geklärt werden. Wie die Ermittlungen ergeben haben, wurde die Tat durch eine mit Messern, Baseballschlägern und Schlagstöcken bewaffnete 15-köpfige Gruppe begangen, die sich für einen Vorfall mit einem der beiden Geschädigten rächen wollte. Als Haupttäter wurden ein 15-Jähriger und ein 17-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis ermittelt.

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Wie berichtet, waren am Nachmittag des 15. Juli 2011 von Anwohnern Hilferufe im Bereich der L559 nördlich von Blankenloch wahrgenommen worden. Zudem wurde zwischen Blankenloch und Leopoldshafen ein stark blutender 16-Jähriger aufgegriffen. Zeitgleich stellte die Polizei im Bereich Blankenloch eine Gruppe Jugendlicher fest, deren Mitglieder Maskierungsmittel mit sich führten, die jedoch mit den Vorfällen nichts zu tun haben wollten. Dass dies, wie von der Polizei rasch vermutet, so nicht stimmte, stellte sich im Verlauf der weiteren Ermittlungen heraus, die von einem Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers Bruchsal in enger Zusammenarbeit mit den Polizeiposten in Stutensee und Graben-Neudorf geführt wurden.

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So konnten die Beamten ermitteln, dass es zwischen einem der bei dem Angriff verletzten Geschädigten und dem 15-jährigen Jugendlichen bereits einige Wochen zuvor beim Bahnhof Friedrichstal zu einer wechselseitigen Körperverletzung gekommen war. Um dem damaligen Kontrahenten eine „Abfuhr“ zu verpassen, wurde eine „Schlägertruppe“ zusammengerufen, die sich zu einem gemeinsamen Angriff verabredete. Nachdem sich die überwiegend bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Täter getroffen hatten, gelang es ihnen, den 16-Jährigen, der sich in Begleitung eines an der vorherigen Auseinandersetzung gänzlich unbeteiligten gleichaltrigen Freundes befand, in Blankenloch zu finden und in einen Hinterhalt in den Feldern nördlich von Blankenloch zu locken.

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Beide Geschädigten wurden in der Folge von den Angehörigen des Schlägertrupps massiv mit Schlägen und Tritten sowie mit Baseballschlägern und Schlagstöcken traktiert. Während dem ursprünglich bei der Auseinandersetzung am Friedrichstaler Bahnhof beteiligten Jugendlichen leicht verletzt die Flucht gelang, wurde sein unbeteiligter Begleiter von einem 17-Jährigen mit einem Klappmesser schwer verletzt. Der Jugendliche erlitt dabei eine 25 cm lange Schnittwunde am Oberarm, die im Krankenhaus mit 28 Stichen genäht werden musste. Zudem fügte ihm der Täter eine Stichwunde im Gesäßbereich zu, welche die Hauptschlagader nur um wenige Zentimeter verfehlte. Der Jugendliche musste im Krankenhaus mehrere Tage stationär behandelt werden.

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Nach vielfachen Falschaussagen der seinerzeit im Rahmen der Fahndung festgenommenen Beschuldigten, die sich im Vorfeld der Tat offenbar untereinander abgesprochen hatten, konnte die Polizei im Rahmen intensiv geführter Ermittlungen das Geschehen aufklären. Der 17-jährige Messerstecher und weitere Beteiligte legten im Laufe der Ermittlungen letztlich Geständnisse ab. Gegen alle Beteiligten der Gruppe, die durch eine hohe Gewaltbereitschaft sowie durch ein erhebliches Potential an krimineller Energie auffielen, wurde an die Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen gemeinschaftlich begangener Gefährlicher Körperverletzung vorgelegt. Gegen einzelne Beschuldigte der Gruppe werden zudem wegen weiterer Vorfälle Ermittlungsverfahren u.a. wegen Bedrohung und räuberischer Erpressung sowie wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz geführt.

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