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Versuchtes Tötungsdelikt in der Karlsruher Nordweststadt - Haftbefehl gegen 23 Jahre alten Tatverdächtigen

Datum: 10.09.2011

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

10. September 2011

Versuchtes Tötungsdelikt in der Karlsruher Nordweststadt – Haftbefehl gegen 23 Jahre alten Tatverdächtigen

Karlsruhe. Unter dem dringenden Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes nahmen Polizeibeamte am Freitagabend in der Dürkheimer Straße einen 23 Jahre alten Mann fest.

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Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei hatte der unter erheblicher Alkoholeinwirkung stehende Beschuldigte in der gemeinsam genutzten Wohnung die Heimkehr seiner um drei Jahre jüngeren bisherigen Lebensgefährtin abwartet. Als die junge Frau gegen 21.15 Uhr die Haustür aufschloss, stürmte der 23-Jährige auf sie zu und griff sie mit einer Schreckschusswaffe an. Dank ihrer heftigen Gegenwehr konnte die Frau verhindern, dass der Tatverdächtige einen aufgesetzten Schuss auf ihren Kopf abgab, der wahrscheinlich lebensgefährliche Folgen gehabt hätte.

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Nun kam es vor dem Wohnanwesen zu einem Kampf, in dessen Verlauf beide zu Boden gingen. Kurz darauf gab der Täter aus nächster Nähe einen Schuss auf die Frau ab. Dieser streifte die 20-Jährige und rief bei ihr neben einem Knalltrauma noch weitere leichtere Verletzungen hervor.

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Nachdem er die um ihr Leben fürchtende Frau neuerlich bedroht und überdies auf ihren Kopf eingeschlagen hatte, würgte er schließlich sein Opfer, so dass es keine Luft mehr bekam.

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Ein der Frau zu Hilfe eilendes Ehepaar aus der Nachbarschaft bedrohte er gleichfalls mit der Pistole, woraufhin die beiden richtigerweise zurückwichen und umgehend die Polizei alarmierten.

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Kurz darauf eintreffende Polizeihundeführer konnten den 23-Jährigen schließlich widerstandslos festnehmen.

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Während die Geschädigte mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde, musste auch der Tatverdächtige wegen einer möglichen Schusswunde an der linken Hand ärztlich versorgt werden. Zur Herkunft dieser Verletzung schweigt sich der Mann bislang aus.

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Nach einem Alkotest von 2,6 Promille wurde bei ihm eine Blutentnahme angeordnet; nach Abschluss der erforderlichen Feststellungen kam er schließlich für den Rest der Nacht in eine Polizeizelle. Bei seiner Vernehmung am Samstagmorgen machte der Beschuldigte keine Angaben zum konkreten Tatablauf.

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Die Hintergründe des Geschehens sind nach dem derzeitigen Stand offenbar in der am Vortag erfolgten Beendigung der Beziehung durch die Geschädigte zu suchen.

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Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat der zuständige Richter am Samstag gegen den 23-Jährigen Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Inzwischen wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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