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Karlsruhe - BAB A 5 - Rastatt: Festnahmen nach Verfolgungsfahrt

Datum: 09.09.2011

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

09. September 2011

Karlsruhe – BAB A 5 – Rastatt: Festnahmen nach Verfolgungsfahrt

Wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wird sich ein am späten Donnerstagabend im Bereich der Autobahnanschlussstelle Rastatt-Süd festgenommener 24 Jahre alter Franzose verantworten müssen.
Vor seiner Festnahme hatte der junge Mann mit seinem Verhalten eine überaus gefährliche Verfolgungsfahrt ausgelöst.

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Gegen 22.35 Uhr war der im Elsass zugelassene und mit zwei Personen besetzte Pkw in der Karlsruher Hebelstraße einer Streife des Polizeireviers Marktplatz aufgefallen. Als die Beamten dem Fahrer Zeichen zum Anhalten gaben, drückte dieser aufs Gaspedal und fuhr mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h über die Zähringer- und Markgrafenstraße sowie die Ludwig-Erhard-Allee in Richtung Autobahn A 5 davon, wo er auf die in Richtung Süden führende Fahrbahn einbog.

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Hier erhöhte er das Tempo auf 170 Stundenkilometer, schaltete teilweise das Licht aus und gefährdete die inzwischen drei nachsetzenden Streifenwagenbesatzungen mehrfach durch Abdrängversuche. Eine Besatzung, der es gelungen, vorbeizukommen und die den jungen Mann durch Ausbremsen zum Anhalten bringen wollte, wurde von dem 24-Jährigen gerammt. Außerdem fuhr er mitten durch das Feld einer Nachtbaustelle, wo mehrere Arbeiter beschäftigt waren, glücklicherweise aber nicht verletzt wurden.

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Auf dem Gelände der Raststätte Baden-Baden schaltete der Flüchtende neuerlich das Licht aus, wendete und fuhr nun entgegen der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen zurück in Richtung Norden. Kurz nachdem er die Autobahn am Anschluss Rastatt-Süd verlassen hatte, gelang es den bei der Fahndung durch den Polizeihubschrauber unterstützten Beamten schließlich, das Fluchtfahrzeug mit einem Streifenwagen gegen die Leitplanke zu drücken.

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Beide Insassen wurden festgenommen. Dabei nutzte es dem - wie später bekannt wurde - mit Haftbefehl gesuchten 22 Jahre alten Beifahrer auch nichts, dass er erheblichen Widerstand leistete und zwei Beamte verletzte, einen gar so schwer, dass er seinen Dienst beenden und krankgeschrieben werden musste.

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Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich rasch heraus, warum sich der 24-Jährige der Kontrolle entziehen wollte. Nicht nur, dass er keine Fahrerlaubnis besaß; die Durchsuchung des Wagens führte auch zum Auffinden geringer Mengen Haschisch. Zudem stand der junge Mann erkennbar unter Alkoholeinfluss wie vermutlich auch unter der Einwirkung von Drogen, weshalb er sich einer Blutentnahme unterziehen musste.

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Aufgrund des Sachstandes und der Tatsache, dass der Fahrer in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, stellt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe Antrag auf Erlass eines Haftbefehls.

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Sein um zwei Jahre jüngeren Beifahrer, der zur Verbüßung einer Haftstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gesucht wurde, wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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