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IC-Unfall am 13.01.2011 bei Bauerbach war Betriebsunfall - Fremdverschulden ausgeschlossen

Datum: 20.01.2011

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Bundespolizeiinspektion Karlsruhe

20. Januar 2011

IC-Unfall am 13.01.2011 bei Bauerbach war Betriebsunfall - Fremdverschulden ausgeschlossen

Karlsruhe. Der Vorfall am 13.01.2011, bei dem ein Inter-City (IC) auf der Schnellfahrtstrecke Mannheim-Stuttgart bei Bauerbach über eine Metallteil gefahren war, hat sich als Bahnbetriebsunfall erwiesen. Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden.

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Am Donnerstag, dem 13.01.2010, ereigneten sich auf der Schnellfahrtstrecke Mannheim – Stuttgart zwei Bahnbetriebsunfälle.

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Der IC 2311 erfasste um 20.02 Uhr im Bereich Bauerbach ein auf dem Gleis liegendes Stahlblech (160 x 88 mm) und schleifte es mit. Der Triebfahrzeugführer, der dies als Schlag wahrgenommen hatte, leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein. Die Feuerwehr Bretten musste das Metallteil anschließend unterhalb der Lok herausschneiden. Wegen der notwendigen Reparaturarbeiten an dem beschädigten Zug wurden die etwa 60-70 Fahrgäste eine Stunde später mit einem anderen Zug weiterbefördert.

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Nahezu zeitgleich blieb auch der vorausfahrende IC 2295 im Bereich Vaihingen/Enz liegen. Eine Überprüfung vor Ort ergab, dass ein Luftschlauch im Bereich der Bremsanlage beschädigt worden war, was aufgrund entsprechender Sicherungen zu einer automatischen Bremsung des Zuges geführt hatte. Später konnten außerdem an drei Wagen Schäden an der Unterseite festgestellt werden. Die Ursache der Schäden war zunächst nicht bekannt.

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Die weiteren intensiven Überprüfungen ergaben, dass es sich bei dem Stahlblech um die Abdeckungsplatte der Klimaanlage unterhalb des Steuerwagens einer bestimmten IC-Baureihe handelte. Am 13.01.2011 hatte der IC 2295 dieses Metallteil im Bereich Bauerbach verloren und überfahren. Die dadurch verursachten Schäden wirkten sich bei diesem Zug jedoch erst bei Vaihingen/Enz aus. Der folgende IC 2311 erfasste das Bauteil dann aber bei Bauerbach mit den beschriebenen Folgen.

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In beiden Fällen kam es bei den Reisenden durch die eingeleiteten Bremsungen zu keinen Personen- oder Sachschäden. Das Überfahren des Stahlblechs war auch nicht geeignet, die Züge zum Entgleisen zu bringen.

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